Zahl der ausreisepflichtigen Ausländer in Thüringen steigt

Erfurt - In Thüringen ist laut einem Zeitungsbericht die Zahl ausreisepflichtiger Ausländer binnen eines Jahres deutlich gestiegen.

In Thüringen leben über 26.000 Migranten, auch in Erstaufnahmeeinrichtungen wie hier in Suhl.
In Thüringen leben über 26.000 Migranten, auch in Erstaufnahmeeinrichtungen wie hier in Suhl.  © DPA

Zum Stichtag 30. November 2019 seien es 4075 Menschen gewesen, schreibt die TA unter Berufung auf das Erfurter Migrationsministerium.

Im vorangegangenen Jahr habe das Ressort noch 3389 Personen genannt. Knapp 3500 Betroffene würden aktuell geduldet.

Dem Bericht zufolge wurden im abgelaufenen Jahr weniger Menschen als zuvor abgeschoben: Bis Ende November hätten 445 Geflüchtete Thüringen verlassen müssen, während diese Zahl in den Vorjahren immer bei mehr als 600 gelegen habe.

Die Zahl abgebrochener Abschiebungen betrug bis zum Stichtag des vergangenen Jahres den Angaben zufolge 904 - das ist etwa das Doppelte der Zahl tatsächlicher Ausreisen.

Meistens seien dabei ausreisepflichtige Ausländer nicht an ihrem Wohnort angetroffen worden.

Bis zum 15. Dezember vergangenen Jahres wurden laut dem Bericht außerdem 3124 Einreisen Geflüchteter gezählt, während es 2015 noch knapp 30.000 gewesen seien.

Von den rund 26.500 in Thüringen lebenden Migranten seien 11.000 als Flüchtlinge anerkannt, gut 4000 hätten eingeschränkten Schutz und 157 sei politisches Asyl gewährt worden.

Titelfoto: DPA

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