Minister verspricht mehr Mitarbeiter für Asyl-Behörde

Auf Stippvisite in Markkleeberg: BAMF-Chef Frank-Jürgen Weise (64, l.), zugleich Arbeitsagentur-Chef, und Innenminister Markus Ulbig (51, CDU).
Auf Stippvisite in Markkleeberg: BAMF-Chef Frank-Jürgen Weise (64, l.), zugleich Arbeitsagentur-Chef, und Innenminister Markus Ulbig (51, CDU).

Von Juliane Morgenroth

Markkleeberg - Auch wenn derzeit weniger Flüchtlinge nach Sachsen kommen: Die Außenstellen des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF) im Freistaat sollen mehr Personal bekommen.

„Im kommenden Jahr werden die drei Stellen 260 Beschäftigte haben“, kündigte Innenminister Markus Ulbig (51, CDU) bei einem Besuch der neuen Außenstelle in Markkleeberg an. Derzeit gibt es 118 Mitarbeiter.

Die Außenstellen gelten als Nadelöhr: Hier werden Flüchtlinge registriert, um das Asylverfahren einzuleiten. Laut BAMF-Chef Frank-Jürgen Weise (64) wird sich die Zahl der BAMF-Mitarbeiter bundesweit bis Ende 2016 auf 7300 verdoppelt haben.

Es sei nicht voraussehbar, wie viele Flüchtlinge noch nach Sachsen kommen, so Ulbig. Deshalb halte das Land an der Aufstockung der Stellen in Markkleeberg, Chemnitz und Dresden fest.

Der derzeitige Rückgang der Flüchtlingszahlen sei möglicherweise jahreszeitlich bedingt.

In der vergangenen Woche kamen im Schnitt nur noch 210 Flüchtlinge pro Tag nach Sachsen. An Spitzentagen im Oktober und November waren es 460 bis 560.

„Die rasche Registrierung in den Außenstellen ist vor allem für die Kommunen wichtig“, so Integrationsministerin Petra Köpping (57, SPD). Diese wüssten dann besser, was auf sie zukomme.

Zur erkennungsdienstlichen Erfassung eines Flüchtlings beim BAMF gehört auch das Scannen des Fingerabdrucks.
Zur erkennungsdienstlichen Erfassung eines Flüchtlings beim BAMF gehört auch das Scannen des Fingerabdrucks.
Erst seit Kurzem hat Sachsen drei Außenstellen des BAMF (vorher: eine). Markkleeberg kam Mitte November dazu.
Erst seit Kurzem hat Sachsen drei Außenstellen des BAMF (vorher: eine). Markkleeberg kam Mitte November dazu.

Fotos: Sebastian Willnow


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