Mehr Sicherheit am Alex: Neue Polizeiwache im "Wohnzimmer des Verbrechens" eröffnet

Die neue Wache der Polizei Berlin steht nahe der Weltzeituhr auf dem Alexanderplatz in Berlin.
Die neue Wache der Polizei Berlin steht nahe der Weltzeituhr auf dem Alexanderplatz in Berlin.

Berlin - Nach mehrjähriger Diskussion und Planung ist die neue Polizeiwache auf dem Berliner Alexanderplatz eröffnet worden.

Berliner Beamte sowie ein Bundespolizist und ein Mitarbeiter des Ordnungsamtes Mitte begannen dort am Freitag ihren Dienst.

Innensenator Andreas Geisel (51, SPD) und Polizeipräsident Klaus Kandt kündigten eine verstärkte Präsenz der Polizei auf dem Platz an - nicht nur durch die Wache, sondern auch durch mehr Streifen in der Umgebung.

Der moderne und transparente Fertigbau der Polizei steht nahe der Weltzeituhr und ist von allen Seiten gut sichtbar. Es gibt fünf Arbeitsplätze: drei für die Landespolizei sowie je einen für Bundespolizei und Ordnungsamt. Das grau-blaue Gebäude mit einer Fläche von etwa 70 Quadratmetern wurde in 99 Tagen errichtet und kostete eine Million Euro.

Die Wache soll an sieben Tagen in der Woche rund um die Uhr besetzt sein. Dazu kommen die zusätzlichen Streifengänge. Dafür sind allein bei der Berliner Polizei zunächst 20 Personalstellen geplant. Auch das Ordnungsamt bekam für den Bereich laut den Grünen zusätzlich acht Personalstellen.

Geisel warnte vor verfrühten Erwartungen: "Ich denke, dass wir ein bis zwei Jahre intensive Arbeit brauchen, um die Sicherheit hier Stück für Stück zu verbessern."

Auf dem Alexanderplatz - besonders im großen Bahnhof und am Fuß des Fernsehturms - kommt es regelmäßig zu Schlägereien, Überfällen und Diebstählen.


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