Mehr Verkehrs-Tote und mehr Unfälle in NRW

Düsseldorf - Mehr Verkehrstote, mehr Schwerverletzte, mehr Unfälle: Die Unfallstatistik für die Straßen Nordrhein-Westfalens ist nach Angaben der Landesregierung im vergangenen Jahr ins Negative gedreht.

Die Zahl der Unfall-Toten ist im vergangenen Jahr laut Innenminister Reul in NRW gestiegen um 1,2 Prozent gestiegen.
Die Zahl der Unfall-Toten ist im vergangenen Jahr laut Innenminister Reul in NRW gestiegen um 1,2 Prozent gestiegen.  © DPA

Die Zahl der Unfalltoten stieg um sechs auf 490 Menschen, berichtete NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) am Mittwoch in Düsseldorf. Das entspricht einem Anstieg von 1,2 Prozent.

Das Statistische Bundesamt, das am Mittwoch ebenfalls Zahlen veröffentlichte, kam für NRW zu einem anderen Ergebnis: Den Angaben aus Wiesbaden zufolge sank die Zahl der Verkehrstoten in NRW um 16 auf 468 Todesopfer.

"Unsere Zahlen sind weitgehend bereinigt und aktueller", sagte ein Sprecher des Innenministeriums in Düsseldorf. Das Statistische Bundesamt betonte zudem, dass es sich bei seinen Angaben lediglich um vorläufige Zahlen handele.

Die Zahl der Schwerverletzten stieg laut Landesstatistik des Innenministeriums um 4,6 Prozent auf 13.960.

Abgezeichnet hatte sich bereits ein Anstieg der Unfälle mit Radfahrern. 55 von ihnen starben im vergangenen Jahr - fünf Todesfälle oder zehn Prozent mehr als im Vorjahr.

Weniger getötete Kinder, mehr Fälle von Fahrerflucht

Eine der wenigen erfreulichen Zahlen der neuen Statistik sei der deutliche Rückgang der getöteten Kinder im Straßenverkehr von 17 auf zehn.

Weiter steigend war die Zahl der Fälle von Fahrerflucht (TAG24 berichtete). 2018 waren es fast 139 000 Fälle - 2,2 Prozent mehr als im Vorjahr. "Unfallflucht ist nicht nur unfair, Unfallflucht ist eine schwere Straftat", sagte Reul.

Titelfoto: DPA

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