Linksautonome greifen Leipziger Polizei- und Justizgebäude an

Während Chaoten in Connewitz die Polizei mit Flaschen und Böllern bewarfen (l.), brandschatzten Linksautonome das Haus des Jugendrechts (r.).
Während Chaoten in Connewitz die Polizei mit Flaschen und Böllern bewarfen (l.), brandschatzten Linksautonome das Haus des Jugendrechts (r.).  © Willnow, Bischoff

Leipzig - Die Silvesternacht war in Leipzig noch zerstörerischer als bislang bekannt.

Linksautonome brandschatzten ein von Polizei, Staatsanwaltschaft und Jugendgerichtshilfe genutztes Behördenzentrum. Und Unbekannte jagten den Nachtpostkasten des Bundesverwaltungsgerichts in die Luft.

Während sich rund 50 Chaoten zum Jahreswechsel am Connewitzer Kreuz mit der Polizei eine Straßenschlacht lieferten (TAG24 berichtete), drangen Linksextremisten auf das Gelände des Hauses des Jugendrechts ein. Sie setzten zunächst die Überwachungskameras mit rosa Sprühfarbe außer Kraft und warfen dann Brandsätze in ein Fenster.

Ein Büro der Jugendgerichtshilfe brannte aus, ein weiteres wurde beschädigt. Auf Indymedia bekannten sich kurz darauf Autonome zu dem Anschlag, die in der Bestrafung krimineller Jugendlicher "Repression" sehen. Hintergrund: In dem Behördenzentrum an der Witzgallstraße laufen die Ermittlungen gegen jugendliche Intensivtäter zusammen.

Auch auf das Bundesverwaltungsgericht wurde ein Anschlag verübt. Unbekannte sprengten den Fristen-Postkasten. Mehrere Briefsendungen wurden dabei zerstört. Der Hintergrund ist bislang unklar.

Nach den Connewitz-Krawallen ermittelt die Polizei gegen fünf Männer (18, 21, 22, 23, 31) wegen schweren Landfriedensbruchs. Der 23-Jährige sitzt als einziger hinter Gittern - gegen ihn lagen bereits zwei Haftbefehle vor.

Unbekannte sprengten in der Silvesternacht den Frist-Briefkasten des Bundesverwaltungsgerichts.
Unbekannte sprengten in der Silvesternacht den Frist-Briefkasten des Bundesverwaltungsgerichts.  © Alexander Bischoff

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