Mann zeigt Hitlergruß und droht mit Anschlag auf Flüchtlingsheim

Die Polizei ermittelt gleich nach vier brutalen Übergriffen und Bedrohungen im Erzgebirge.
Die Polizei ermittelt gleich nach vier brutalen Übergriffen und Bedrohungen im Erzgebirge.

Von Bernd Rippert

Aue/Zschopau/Annaberg-Buchholz – Eine Welle der Gewalt erfasste erneut das Erzgebirge. Die Polizei ermittelt gleich nach vier brutalen Übergriffen und Bedrohungen. Die Täter sind Deutsche wie Ausländer.

In Zschopau am Launer Ring erschreckte ein Mann (54) zwei Mädchen (11, 12) an einer Bushaltestelle. Er stellte sich am Nachmittag vor sie hin, prahlte mit einer Pistole, einem Klappmesser, Feuerzeugbenzin und Feuerzeug.

Außerdem drohte der Mann, mit seinen Waffen öffentliche Gewalttaten, vor allem gegen Flüchtlingsheime, begehen zu wollen. Nach einem strammen Hitlergruß trat der Mann ab, lief Richtung Witzschdorfer Straße.

Die beiden schockierten Kinder liefen nach Hause, erzählten ihren Eltern von dem Vorfall. Die alarmierten die Polizei. Aufgrund der Beschreibung wussten die Beamten sehr schnell, nach wem sie suchen mussten.

Der stadt- und polizeibekannte 54-Jährige ist schon öfter mit Belästigungen, Bedrohungen und wüsten Beschimpfungen aufgefallen. Am späten Abend stellte die Polizei den Verdächtigen in der Stadt. Er hatte eine Spielzeugpistole, Spiritusflaschen und ein Messer dabei – Festnahme. Die Staatsanwaltschaft prüft derzeit eine Haftrichtervorführung.

In der Wettiner Straße in Aue schlugen zwei Männer am Abend einen 37-Jährigen mit Fäusten und einer Flasche. Das Opfer musste später im Krankenhaus behandelt werden. Die sofortige Polizeifahndung nach den Tätern blieb ohne Erfolg.

Einer der Männer ist etwa 1,80 Meter groß und schlank, trug helle Jacke und schwarze Jeans. Die gleiche Kleidung wie sein Komplize, der circa 1,75 Meter groß sein soll.

Gleich zwei Fälle meldet die Polizei aus Annaberg-Buchholz. Am Abend klauten drei Männer (23, 25, 26) in einer Spielothek in der Adam-Ries-Straße eine Jacke und einen Rucksack. Als die Opfer (44, 16) hinterher liefen, wurde der Jugendliche geschlagen und mit einem Messer bedroht. Ein Polizist (53) außer Dienst, der eingreifen wollte, zog sich Schnittverletzungen an der Hand zu.

Das brutale Diebestrio musste mit auf die Wache. Skurril: Dort tauchte ein vierter Mann (32) auf, um seine Kumpels abzuholen. Ein Fehler: Die Opfer erkannten den Mann als Mittäter wieder. Er durfte gleich auf der Wache bleiben.

In der Paulus-Jenisius-Straße zofften sich zwei Männer (40, 26) am Nachmittag. Der Streit eskalierte. Erst flogen die Fäuste, dann der Jüngere eine Treppe hinunter. Krankenhaus. Der 40-Jährige wurde vorläufig festgenommen. Die Polizei ermittelt.

Foto: dpa


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