Mehrere Verletzte nach heftigen Unwettern im Osten

In der August-Bebel-Straße in Demitz-Thumitz kippte am Nachmittag gegen 17:15 Uhr eine Linde auf ein Wohnhaus. Dabei gingen Fenster kaputt und das Dach wurde stark beschädigt.
In der August-Bebel-Straße in Demitz-Thumitz kippte am Nachmittag gegen 17:15 Uhr eine Linde auf ein Wohnhaus. Dabei gingen Fenster kaputt und das Dach wurde stark beschädigt.  © Rocci Klein

Magdeburg - Heftige Unwetter sind über Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen hinweggezogen. Betroffen war am Donnerstagnachmittag vor allem der Norden von Sachsen-Anhalt.

Die Polizei musste zu zahlreichen Einsätzen ausrücken. Bäume stürzten um und Keller liefen voll, wie ein Polizeisprecher in Magdeburg sagte. Am frühen Abend erreichten die Gewitter den Süden des Landes.

Größere Schäden habe es aber zunächst nicht gegeben, sagte ein Sprecher der Polizei in Halle. Am Abend sollten weitere Gewitter in Richtung Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen ziehen.

Die Polizeidirektion in Magdeburg berichtete von rund 450 Einsätzen wegen des Wetters. In den nördlichen Landkreisen stürzten zahlreiche Bäume um, manche trafen auch Autos. Es gab mehrere Leichtverletzte, wie ein Polizeisprecher sagte. Bei Letzlingen und in Magdeburg kippten Lastkraftwagen wegen des Windes um.

In Gommern (Kreis Jerichower Land) knickte durch den Starkwind die Kirchturmspitze ab. Das Metal-Festival Full Force bei Gräfenhainichen im Osten Sachsen-Anhalts wurde wegen des Unwetters unterbrochen.

In Königsbrück isind mehrere Bäume umgefallen. Ein Baum liegt auf einem Auto. Ebenfalls ist teilweise der Strom ausgefallen.
In Königsbrück isind mehrere Bäume umgefallen. Ein Baum liegt auf einem Auto. Ebenfalls ist teilweise der Strom ausgefallen.  © Jonny Linke

Einschränkungen gab es auch im Bahnverkehr. Wegen Unwetterschäden wurden viele Strecken rund um Magdeburg gesperrt, wie eine Bahnsprecherin sagte. Betroffen waren am späten Nachmittag etwa die Trassen von Magdeburg nach Dessau und von Stendal nach Wolfsburg. Die Bahn setzte Ersatzbusse ein.

In Magdeburg gab es zudem zahlreiche Stromausfälle. "Mann und Maus sind in Bewegung, um Schäden zu beseitigen", sagte eine Sprecherin der Stadtwerke.

Die ersten Gewitter wüteten am Donnerstagnachmittag im Norden Sachsen-Anhalts, wie ein Sprecher des Deutschen Wetterdienstes in Leipzig sagte.

In Zielitz in der Börde prasselten binnen einer Stunde 34 Liter Regen je Quadratmeter nieder. "Die Niederschläge sind gar nicht so sehr das Dramatische, sondern die Sturmböen." Am kräftigsten wehten sie mit Geschwindigkeiten knapp unter 100 Kilometern je Stunde in Ummendorf in der Börde sowie in Seehausen in der Altmark.

Die extreme Gewitterzelle sei am Donnerstagnachmittag Richtung Brandenburg abgezogen. Weitere Gewitterherde sollten am Abend von Hessen her Richtung südliches Sachsen-Anhalt, Thüringen und Sachsen ziehen. Dort warnte der Deutsche Wetterdienst vor weiteren Unwettergefahren.

Hier wurden zwei von drei Autos unter umgestürzten Bäumen begraben.
Hier wurden zwei von drei Autos unter umgestürzten Bäumen begraben.  © Jonny Linke

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