Mehlpreis steigt nach Hitze-Sommer: Jetzt wird unser Brot teurer

Dresden - Der Hitze-Sommer macht jetzt auch noch unser Brot teurer! Weil die Ernten der Bauern durch die vergangenen, knochentrockenen Wochen geringer ausfallen, steigt der Mehlpreis.

Ob und um wie viel die Preise steigen, bestimmt jeder Betrieb selbst. Viele werden die gestiegen Kosten aber wohl auf die Kunden umlegen müssen.
Ob und um wie viel die Preise steigen, bestimmt jeder Betrieb selbst. Viele werden die gestiegen Kosten aber wohl auf die Kunden umlegen müssen.  © 123RF

Einige Bäcker müssen die Preissteigerung an ihre Kunden weitergeben.

"Wir haben ja alle gesehen, dass der Sommer sehr heiß und trocken war", sagt Manuela Lohse (48), Geschäftsführerin der Dresdner Bäckerinnung.

"Deshalb sind die Ernten auch schlecht. Die Landwirte bekommen millionenschwere Hilfspakete, um die Ernteausfälle auszugleichen, die Preise steigen aber dennoch. Und die kleinen Handwerks-Bäckerbetriebe sind die Leidtragenden."

Ähnlich sieht es auch Rico Uhlig (47), Obermeister der Dresdner Innung. "Die Kunden müssen sich generell auf steigende Preise einstellen bei Brot und Brötchen", sagt er. "Nicht nur in diesem, sondern auch in den kommenden Jahren."

Ob und in welcher Höhe die Betriebe die Preissteigerungen weitergeben, sei jedem Unternehmer selbst überlassen. "Wir sprechen auch keine generelle Empfehlung dazu aus", so Uhlig.

"Aber der Sommer hat die Ernte verhagelt, die Bauern jammern und nutzen das Ganze auf ihre Art aus. Wir müssen aber steigende Preise für Zutaten zahlen, unsere Leute vernünftig bezahlen", so der Obermeister.

Ein Kilo Brot koste bei uns zwischen 2,40 und 3,60 Euro. "In Bayern bis zu 7 Euro", so Uhlig. "Das wird sich in den kommenden Jahren auch hier in diese Richtung bewegen."

Der trockene Sommer hat den Landwirten die Ernte vermiest und sorgt nun dafür, dass Brot und Brötchen teurer werden.
Der trockene Sommer hat den Landwirten die Ernte vermiest und sorgt nun dafür, dass Brot und Brötchen teurer werden.  © DPA
Rico Uhlig (47), Obermeister der Dresdner Bäckerinnung.
Rico Uhlig (47), Obermeister der Dresdner Bäckerinnung.  © Norbert Neumann

Titelfoto: Norbert Neumann


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