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Hitzige Debatte um "Mein Kampf" an Sachsens Schulen

Dresden - Finger weg oder doch reinschauen!? Weil ab Freitag Hitlers "Mein Kampf" öffentlich zugänglich ist, darf es theoretisch auch an Schulen behandelt werden. Die große Debatte in Sachsen.
Das heiße Eisen: einmal neu und kritisch kommentiert, einmal alt mit Cover-Foto.
Das heiße Eisen: einmal neu und kritisch kommentiert, einmal alt mit Cover-Foto.

Dresden - Finger weg oder doch reinschauen!? Weil ab Freitag Hitlers "Mein Kampf" öffentlich zugänglich ist, darf es theoretisch auch an Schulen behandelt werden. Die große Debatte in Sachsen.

Fach-Ministerin Brunhild Kurth (61, CDU) informiert zum Thema: "Neben den genehmigten Schulbüchern und Literaturempfehlungen macht das Sächsische Kultusministerium keine Vorgaben zur Bücherwahl im Unterricht."

Es liege beim Lehrer, ob er diese nunmehr kommentierte Fassung in seinen Unterricht einbezieht.

Kurth, selbst Pädagogin, vertraut den Kollegen: "Unsere Lehrer haben eine hervorragende Ausbildung und das nötige pädagogisch-didaktische Rüstzeug, um Inhalte dieses Buches verantwortungsvoll mit den Schülern zu besprechen."

Sachsens Schulministerin Brunhild Kurth (61, CDU) vertraut den Kollegen beim verantwortungsvollen Umgang mit der Hassschrift.
Sachsens Schulministerin Brunhild Kurth (61, CDU) vertraut den Kollegen beim verantwortungsvollen Umgang mit der Hassschrift.

Immer mit der klaren Zielstellung: "Die NS-Ideologie zu entlarven, Schüler gegen Rechtsextremismus stark zu machen und sie zu Persönlichkeiten zu erziehen, die der Ideologie des Nationalsozialismus und allen anderen extremistischen Tendenzen sowie Gewaltherrschaften entschieden entgegen treten."

Anlass der Debatte sind ein historisches Datum und das Urheberrecht. Hitler starb 1945, seit 1946 lagen die Rechte am Buch beim Land Bayern - bis sie nach 70 Jahren Ende 2015 ausliefen.

Wichtige sächsische Verbände sagen nun: "Ein offensiver Umgang damit ist wichtig. Auch um sagen zu können: ,Schaut mal, was für ein Blödsinn drin steht‘", sagt zum Beispiel Frank Haubitz (58), Vorsitzender des Philologenverbandes Sachsen (1670 Mitglieder).

Sächsischen Schülern soll die kommentierte Ausgabe nicht vorenthalten bleiben.
Sächsischen Schülern soll die kommentierte Ausgabe nicht vorenthalten bleiben.

"Das ist viel effektiver, als wenn man einen Schüler allein mit dem Werk im stillen Kämmerlein sich selbst überlässt."

Der Lehrer führt mit Gymnasium in Dresden-Klotzsche selbst eine Schule.

Die Landesvorsitzende der Lehrergewerkschaft GEW, Ursula-Marlen Kruse (58), sagt: "Man muss den Text nicht zwingend kennen, um die Zeit des Nationalsozialismus bewerten zu können." Aber wenn das Buch schon überall erhältlich ist, vor allem online, müsse es auch pädagogisch behandelt werden. Auch sie ist sich sicher, dass Sachsens Lehrer damit verantwortungsvoll umgehen.

Der Landes-Schülerrat Sachsen (LSR) hingegen warnt vor kurzfristigem Handeln. Ziel dürfe es nicht sein, diese fragwürdige Literatur sofort zum Thema in der nächsten Geschichtsstunde zu machen. Die kommentierte Ausgabe von "Mein Kampf" sei ohnehin nur für die höheren Klassenstufen - bestenfalls in der Oberstufe - als Lehrinhalt zu gebrauchen.

Frank Haubitz (57) ist Vorsitzender des Philologenverband es Sachsen. Im Hauptberuf leitet er ein Gymnasium.
Frank Haubitz (57) ist Vorsitzender des Philologenverband es Sachsen. Im Hauptberuf leitet er ein Gymnasium.

Der Nationalsozialismus und seine Ideologie werde in Sekundarstufe I behandelt. Doch dort fehlt vielen Schülern das ausreichende Hintergrundwissen, um das Buch vollumfänglich einschätzen zu können, schätzt der Schülerrat ein.

"Schüler in Sekundarstufe II sollten die pädagogisch begleitete Möglichkeit erhalten, sich mit wenigen annähernd verständlichen Auszügen zu beschäftigen. Parallel dazu müssen die Lehrer noch einmal die unmenschliche Ideologie und Taten unter der Führung des Autors aufzeigen sowie aufkommende Fragen sensibel und mit Beispielen aus dieser Zeit beantworten.

,Mein Kampf‘ darf nicht der zentrale Maßstab für die Behandlung von Nationalsozialismus und Rassenlehre sein, sondern sollte nur als optionales Anschauungsmaterial angesehen werden."

Zugleich lobt der LSR-Vorsitzende Friedrich Roderfeld: "Wir begrüßen, dass die wissenschaftlich kommentierte Version von ,Mein Kampf‘ nun auch im Geschichtsunterricht eingesetzt werden kann. Dennoch muss klar sein, dass dieses Werk allenfalls eine Ergänzung bei der Aufklärung zum Nationalsozialismus in der Oberstufe darstellen darf und sollte nicht, wie es Mecklenburg-Vorpommern plant, verpflichtend im Unterricht behandelt werden."

Und der Direktor der die Landeszentrale für politische Bildung (SLpB), Frank Richter sagt: "Für die Beschäftigung mit Hitlers Schrift ,Mein Kampf‘ gilt, was für alle Quellen – besonders aus der Zeit des Nationalsozialismus – gilt, nämlich eine kritische Auseinandersetzung und eine historische Einordnung. Eine kommentierte Neuausgabe kann nützlich sein für das historische Lernen und für das Erkennen der Gefahren, die vom rassistischen, faschistischen und antisemitischen Denken ausgehen. Die Landeszentrale wird bald eine Diskussion zum Umgang mit Hitlers Buch organisieren."

Die Bundeszentrale für politische Bildung habe ein Themenheft zur Auseinandersetzung mit "Mein Kampf" im Angebot. Das stehe auf der Homepage zum Download bereit.

Darum geht es: Das neue Buch ist eine kommentierte Ausgabe, die im Auftrag des Instituts für Zeitgeschichte München - Berlin entstand. Titel: "Hitler, Mein Kampf. Eine kritische Edition", ISB-Nummer: 978-3-9814052-3-1, 59,00 Euro. 2000 Seiten.

Die Urversion von "Mein Kampf" entstand 1924 bis 1926 in zwei Bänden.

Fotos: Petra Hornig (1), imago/Jochen Tack (1), Ove Landgraf (1), dpa/Matthias Balk (1), PR (1)

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