Unterm Hammer! Auktionshaus versteigert original 2013er Flutwasser

Meissen - So was hat es auch noch nicht gegeben! Beim Meißner Auktionshaus "Efreuna" kommt am Samstag eine ganz besondere Rarität unter den Hammer: Eine Zinnkanne, gefüllt mit original Elbe-Hochwasser von 2013!

Auktionator Frank Händel (38) mit der Kanne, die noch immer mit dem Elbe-Hochwasser von 2013 gefüllt ist.
Auktionator Frank Händel (38) mit der Kanne, die noch immer mit dem Elbe-Hochwasser von 2013 gefüllt ist.  © Ove Landgraf

"Das war ein Zufallsfund", sagt Auktionator Frank Händel (38). "Ich war mit einem Team vom ZDF unterwegs in einem Meißner Haushalt, um nach Schätzen und Antiquitäten für unsere Auktionen zu suchen."

Händel suchte im alten Gewölbekeller der Hauses. "Der stand beim Hochwasser 2013 unter Wasser, wurde danach wieder hergerichtet", erzählt er.

Allerdings: Vergessen in einer kleinen Nische in der Kellerwand, blieb eine Zinnkanne zurück. "Die ist an sich nicht wertvoll, eher ein 2-Euro-Artikel für den Flohmarkt", so der Auktionator. Das Besondere ist aber die Geschichte dahinter.

"Die Kanne wurde wirklich einfach vergessen und stand dort bereits vor und während des Hochwassers und auch während der Renovierung hat sie niemand entdeckt."

So blieb das gute Stück gefüllt mit Elbe-Hochwasser, bis heute! "Verbunden mit der kuriosen Geschichte denke ich, findet sich sicher ein Käufer", hofft Händel. Mit 20 Euro Startgebot ist man dabei. Bei der Auktion wird übrigens auch wieder das Kamerateam vom ZDF dabei sein. "Die wollen auch wissen, wie das Ganze ausgeht."

Die Auktion beginnt am kommenden Samstag, 9 Uhr, im Auktionshaus in der Martinstraße.

Die neue Stützmauer an der Gottleuba.
Die neue Stützmauer an der Gottleuba.  © Stadtverwaltung Pirna

Flutschutz fertig - Pirna endlich dicht

Was länge währt, wird richtig gut: Die Stadt Pirna hat jetzt die letzte Flutschutzbarriere fertiggestellt, die nach dem Mega-Hochwasser von 2013 notwendig geworden war.

Es handelt sich um eine Stützmauer in Pirna-Neundorf.

Sie schützt das Gelände entlang der S 174 vor der Gottleuba (Foto).

Die alte Mauer drohte einzustürzen. Sie wurde durch eine Stahlbetonstützwand ersetzt. Das Bauwerk ist 190 Meter lang und bis zu 4,30 Meter hoch.

Parallel ließ die Gemeinde Dohma die ebenfalls massiv in Stand- und Verkehrssicherheit beeinträchtigte Brücke durch einen 600.000 Euro teuren Neubau ersetzen.

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