Kein fließendes Wasser, verstreute Depots: So dreckig geht's dem Meißner DRK

Dresden - Total zerstreut: Die Ehrenamtler des DRK-Kreisverbands Meißen müssen von Niederau in die Meißner Loosestraße oder auch gerne mal nach Lommatzsch, um die richtige Ausrüstung für einen Einsatz zu holen. Erst dann können sie ausrücken zum Unglücksort. Dabei geht wertvolle Zeit verloren.

Meißens DRK-Chef Christoph Ruppert (24) wünscht sich ein gemeinsames Depot für alle Einheiten.
Meißens DRK-Chef Christoph Ruppert (24) wünscht sich ein gemeinsames Depot für alle Einheiten.  © Steffen Füssel

"Auf der Bergstraße in Meißen ist unsere Geschäftsstelle", sagt DRK-Kreisgeschäftsführer Christoph Ruppert (24). "In der Loosestraße ist unsere Wasserwacht untergebracht, im Zentrallager der Meißen Keramik in Niederau unser Fuhrpark, in Lommatzsch lagern wir Materialien, die nicht nass werden dürfen." Ein ziemliches Hin und Her für die Einsatzkräfte.

"Das größte Problem ist, dass es an den Standorten kein fließendes Wasser gibt", so Ruppert. "Keine WCs, keine Duschen, nichts zum Händewaschen. Auch die Wasserwacht-Ausrüstung kann nicht gereinigt werden."

Zwar sind die Umstände, unter denen die Ehrenamtler arbeiten, seit Jahren bekannt. "Aber erst seit diesem Jahr sind wir als DRK z.B. Träger des Lagers in Niederau und können somit auch erst jetzt selbst tätig werden", sagt Ruppert. Er wünscht sich einen zentralen Anlaufpunkt für das Meißner DRK, mit fließendem Wasser und Platz für den gesamten Fuhrpark.

"Geografisch am besten geeignet wäre aus unserer Sicht die alte Gewichtheberhalle in der Goethestraße. Der Platz wäre dort vorhanden. Was baulich noch gemacht werden müsste, haben wir aber noch nicht prüfen können."

Das Logistikproblem des DRK ist nun auch Thema im Stadtrat.


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