Eichhörnchen in Meißen erschossen: Dieses irre Motiv hatte der Killer

Meißen - Der Todesfall eines kleinen Eichhörnchens sorgte für Empörung weit über die Grenzen Meißens hinaus: Eine Rentnerin (72) hatte das verletzte Tier im Querstenberger Weg auf einem Sonntagsspaziergang entdeckt (TAG24 berichtete). Nun hat die Polizei den Schützen (51) gestellt. Irres Motiv: Der Eichhörnchenkiller wollte eigentlich Tiere schützen.

Das Eichhörnchen überlebte die Schussverletzung nicht.
Das Eichhörnchen überlebte die Schussverletzung nicht.  © Elbtaltierarzt

Der Tierarzt konnte nicht mehr viel für den kleinen Nager tun.

Zwar hatte die Finderin das blutige Eichhörnchen sofort zu ihm gebracht, doch zu schwer waren die Verletzungen, zu tief steckte das Diabolo in dem kleinen Körper.

Der Mediziner konnte das Eichhörnchen nur noch einschläfern.

Nachdem die Polizei öffentlich nach Zeugen suchten, fanden sich tatsächlich einige Hinweise zu dem Meißner. "Er hat die Tat eingeräumt", so Polizeisprecher Marko Laske (55). "Eigenen Angaben zufolge hatte er sich darüber geärgert, dass die Tiere Vogelnistkästen plündern."

Tatsächlich gelten die Nager nicht nur als fleißige Nüssesammler, sondern auch als Nesträuber. Allerdings helfen dagegen auch schon einfache bauliche Veränderungen.

Deshalb dürfte dem Schützen diese Begründung vor Gericht nicht weiterhelfen. Zwischen Geldstrafe und drei Jahren Gefängnis stehen im Tierschutzgesetz für das Töten eines Wirbeltieres ohne vernünftigen Grund. "Wir ermitteln wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz", bestätigt Laske.

Ob der Mann sein Luftgewehr nun abgeben muss, ist nun Sache des Landratsamts.

Ein Röntgenbild zeigt, wo die Kugel im Körper des Tieres steckt.
Ein Röntgenbild zeigt, wo die Kugel im Körper des Tieres steckt.  © Elbtaltierarzt
Die Kugel traf das Eichhörnchen am Rücken.
Die Kugel traf das Eichhörnchen am Rücken.  © Elbtaltierarzt

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