Für Gasleitung durch Sachsen: Wann kommen die Riesenrohre in die Erde?

Meißen - Sie soll russisches Erdgas von der Ostsee bis zur sächsisch-tschechischen Grenze transportieren:

731 Rohre liegen hier zwischen Taubenheim und Röhrsdorf für die neue Gaspipeline bereit. Neun weitere solcher Lager-Standorte gibt es im Freistaat.
731 Rohre liegen hier zwischen Taubenheim und Röhrsdorf für die neue Gaspipeline bereit. Neun weitere solcher Lager-Standorte gibt es im Freistaat.  © Steffen Füssel

Für den Bau der neuen Erdgasleitung "Eugal" türmen sich schon Hunderte riesige Stahlrohre an mehreren Lagerplätzen im Freistaat. Auf 106 Kilometern sollen insgesamt 6 000 Rohre verlegt werden.

Bevor sie in der Erde verschwinden, können die stählernen Kolosse jetzt noch bestaunt werden: Die Rohre sind fast 18 Meter lang, messen 1,40 Meter im Durchmesser und wiegen satte 15 Tonnen - pro Stück! Auf einem Feld in Röhrsdorf (bei Meißen) türmen sich schon 731 Rohre. Weitere neun Lager wurden nahe des geplanten unterirdischen Trassenverlaufs eingerichtet.

Verlaufen soll die Leitung laut Planung von Weißig am Raschütz im Norden bis Deutschneudorf an der Grenze im Süden. Vorbei an Beiersdorf, Niederau, Klipphausen, Naundorf, Mulda und Sayda - größtenteils parallel zur bereits bestehenden Erdgasleitung "Opal".

Noch hat die Landesdirektion Sachsen (LDS) aber kein grünes Licht gegeben, prüft in zwei Verfahren 42 Einsprüche von Bürgern und 101 Stellungnahmen der Kommunen. Das verantwortliche Fernleitungs-Unternehmen Gascade (gehört zu BASF und Gazprom) ist zuversichtlich:

„Wir hoffen, dass das Planfeststellungsverfahren im Laufe des Augusts erfolgreich abgeschlossen wird und wollen in Kürze mit dem Bau beginnen“, sagt Sprecherin Nicola Regensburger (47). Bauende im Freistaat ist für Ende 2019 vorgesehen.