Brand-Anschlag auf AfD-Politiker Aßmann: Mehrere Fahrzeuge in Flammen

Meißen – Auf dem Grundstück des sächsischen AfD-Wahlkampfmanagers Mario Aßmann (55) in Meißen-Winkwitz sind mehrere Fahrzeuge in Flammen aufgegangen.

Mehrere Fahrzeuge, darunter ein Bus, wurden komplett beschädigt.
Mehrere Fahrzeuge, darunter ein Bus, wurden komplett beschädigt.  © AfD Sachsen

Laut Polizei wurde kurz nach Mitternacht zunächst ein Lkw Iveco in Brand gesetzt. Anschließend sprang das Feuer auf weitere Wagen über, darunter ein Linienbus, ein VW Crafter, ein Smart, ein Suzuki Jimmny sowie zwei Anhänger.

Zu den Fahrzeuge gehört auch ein Autotransporter des designierten Landtagsabgeordneten René Hein (54) aus Radebeul. Wie der Gebrauchtwagenhändler TAG24 sagte, begutachtete er am Samstagvormittag mit Aßmann den Brandort.

„Dort war am Rand des Grundstücks der Maschendrahtzaun aufgeschnitten, da müssen sie durch sein. Das ist richtig Hardcore.“ Laut Hein entging Aßmann in der Nacht zum Zeitpunkt des mutmaßlichen Anschlags nur knapp selbst dem Feuer:

„Mario Aßmann trat gegen 0.20 Uhr aus dem Haus und bemerkte einen Brandgeruch. Seine Hunde hatten angeschlagen. Weil er aber das Handy im Haus vergessen hatte, ging er zurück. In diesem Moment explodierte draußen etwas.“ Hein betonte, dass Aßmann wohl Glück gehabt habe.

„Glück“ hatte nach ersten Erkenntnissen auch das benachbarte Tierheim: Nach Aussagen verschiedener AfD-Mitglieder von Samstag hätte es ebenfalls betroffen sein können.

Die Feuerwehr musste in der Nacht nach Meißen ausrücken.
Die Feuerwehr musste in der Nacht nach Meißen ausrücken.

Am deutlichsten äußerte sich der AfD-Bundestagsabgeordnete und AfD-Kreischef von Meißen, Detlev Spangenberg (75). Er sprach von „linkem Terror“. „So etwas“ komme zustande, wenn regierende Politiker noch immer kriminelle Taten linker Extremisten bagatellisierten und „hätschelten“. Politische Kriminalität werde nur bekämpft, wenn sie von rechts komme, so Spangenbergs Ansicht.

„Der Staat geht nicht konsequent gegen Linke vor.“ „Die Linke“ selbst verhalte sich inzwischen so wie die SA Anfang der 1930er Jahre, sagte Spangenberg weiter, ohne genau auszuführen, auf welche linke Gruppen er sich bezieht. Die SA war in der Weimarer Republik und während der Nazi-Zeit ein Terrorinstrument der Nationalsozialisten, das politische Gegner einschüchterte, folterte und tötete, auch Linke.

Von der Polizei hieß es am Samstag zum Brandanschlag in Meißen: "Da mindestens eins der Fahrzeuge im Rahmen des Wahlkampfes der AfD genutzt wurde, schließen die Ermittler eine politische Motivation der Täter nicht aus."

Die Brände konnten gelöscht werden. Von dem Täter oder den Tätern fehlt noch jede Spur. Der Staatsschutz hat den Angaben nach die Ermittlungen aufgenommen.

Hinweise zu den unbekannten Tätern nimmt die Polizeidirektion Dresden unter der Rufnummer 483 22 33 entgegen.

Der Staatsschutz ermittelt nach dem Feuer.
Der Staatsschutz ermittelt nach dem Feuer.  © AfD Sachsen

Titelfoto: AfD Sachsen


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