Abgemagert und jede Menge Flöhe: 80 Katzen beschlagnahmt

Tierarzthelferin Sarah Förster (29) mit Kater Pedro.
Tierarzthelferin Sarah Förster (29) mit Kater Pedro.  © Holm Helis

Meißen/Leisnig - Der Amtsarzt des Landkreises Mittelsachsen musste in diesen Tagen etwa 80 Katzen beschlagnahmen. Die Tiere lebten in einem verwahrlosten Haus in Erlau (bei Leisnig) - kein Einzelfall, berichten Tierschützer.

Die Züchterin quälte wohl eine psychische Krankheit. Der Haushalt war ihr über den Kopf gewachsen, die Zucht aus dem Ruder gelaufen. Das Amt schritt ein, Tierheime aus der Region übernahmen Tiere. "Wir haben 19 Katzen aufgenommen, alle zwischen einem und sieben Jahre alt. Drei der Tiere sind trächtig", berichtet Sarah Förster (29), Tierarzthelferin im Tierschutzzentrum "Aktion Tier" Meißen.

Die Stubentiger (Kartäuser, Britisch Kurzhaar, Birma-Katzen) waren abgemagert, hatten jede Menge Flöhe. "Die Katzen wurden bei uns entwurmt, entfloht und kastriert. Nächste Woche geben wir die ersten vier Tiere ab", sagt Sarah Förster. Preis pro Tier: 130 Euro.

Rettungsaktionen wie diese in Erlau häufen sich, berichtet die junge Frau. "Anfang des Jahres waren wir dabei, als in Berlin von einem Bauernhof 123 Katzen gerettet wurden." Nächste Woche ist ein Einsatz des Netzwerkes "Aktion Tier" in Brandenburg avisiert. Dort sind Hunde und Katzen in Not.

Titelfoto: Holm Helis