Kinderpornos gesammelt: Ex-Privatdetektiv muss in den Knast!

Meißen - Weißer Vollbart, dunkle Sonnenbrille, kräftiger Bauchansatz. Nein, dieser Herr ist kein netter Opa von nebenan! Im Gegenteil: Michael S. (51) aus Meißen hütete ein Heer widerlicher Kinderpornos auf seinen Festplatten.

Zuletzt arbeitete Michael S. (51) aus Meißen als Privatdetektiv. Weil er Kinderpornos hortete, muss er nun in den Knast.
Zuletzt arbeitete Michael S. (51) aus Meißen als Privatdetektiv. Weil er Kinderpornos hortete, muss er nun in den Knast.  © Ove Landgraf

Schon vor drei Jahren war der ehemalige Privatdetektiv aufgeflogen, als er bei einer Online-Tauschbörse (eDonkey2000) Schmuddelfilme runterlud, eigenes Material anbot.

Fatal: Bei der Polizeirazzia in seiner Wohnung wurden vier Millionen (!) Bilder und Videos beschlagnahmt. Darauf zu sehen, wie Babys vergewaltigt oder Mädchen im Grundschulalter missbraucht wurden.

Michael S. blieb auf freiem Fuß - aber von Reue keine Spur. Stattdessen surfte er schon kurz darauf mit dem Rechner seines verstorbenen Vaters und besorgte sich neue Kinderpornos.

"Ich habe keine sozialen Kontakte, trinke schon morgens", winselte der Angeklagte am Dienstag im Amtsgericht Meißen. "Mein Computer läuft den ganzen Tag."

Pech für den heutigen EU-Rentner, dass er bereits einschlägig vorbestraft ist.

"Außerdem haben Sie nach der ersten Durchsuchung einfach weitergemacht", tadelte Richter Andreas Poth (53). Urteil: zwei Jahre und drei Monate Knast.