20-Jähriger tötet Studentin im Vorbeigehen: Schwester muss alles mit ansehen

Melbourne - Die 21-jährige Aiia Maasarwe aus Israel hatte die Möglichkeit, als Austauschstudentin für eine gewisse Zeit in ein anderes Land zu gehen.

Aiia Maasarwe wurde auf dem Heimweg umgebracht.
Aiia Maasarwe wurde auf dem Heimweg umgebracht.  © Screenshot Twitter

Weil sie dachte, dass es in New Yok gefährlicher sei, entschied sie sich schließlich für Australien.

"Sie hatte die Wahl, in Melbourne oder in New York zu studieren. Sie hat sich für Australien entschieden, weil sie dachte, dort sei es sicherer", sagte eines ihrer Familienmitglieder in einem Interview.

Australien sollte aber die falsche Wahl gewesen sein. Denn die 21-Jährige wurde brutal ermordet. Und das absolut grundlos, mehr oder weniger sogar zufällig.

Die Stadt zeigt sich aktuell geschockt von dem Fall, der sich am vergangenen Mittwoch abspielte.

Wie der "Guardian" berichtet, hatte sich die junge Frau am Abend mit Freunden getroffen. Nach ein paar gemütlichen Stunden machte sie sich auf den Heimweg.

Aufnahmen einer Überwachungskamera zeigen die Studentin in ihren letzten Minuten, wie sie an der Bourke Street in eine Straßenbahn nach Mundoora stieg.

Kurz vor Mitternacht verließ sie die Bahn vor dem Shoppingcenter Polaris. Den Rest des Weges wollte die junge Frau zu Fuß gehen. Sie nahm ihr Telefon und rief ihre Schwester an, um ihr von den Eindrücken in ihrer neuen Umgebung zu berichten.

Was sie nicht bemerkte: Ein 20-Jähriger war auf sie aufmerksam geworden. Und er hatte etwas Abscheuliches vor.

Während Aiia mit ihrer Schwester per Facetime sprach, fiel von hinten plötzlich der Mann über sie her. Ihre Schwester am anderen Ende der Leitung musste hilflos zusehen und zuhören, wie Aiia ermordet wurde. Ermittler fanden wenig später die Leiche der jungen Frau nur 50 Meter von der Haltestelle entfernt in einem Gebüsch liegen. Genaue Angaben über die Todesursache wurden nicht gemacht.

Der Täter, ein 20-Jähriger aus Greensborough, wurde am Freitag geschnappt, während er mit einer jungen Frau im Park essen war. Hinweise auf ein Motiv gäbe es zunächst nicht, viel mehr sei der Mord quasi im Vorbeigehen passiert.

"Dies war ein schrecklicher, entsetzlicher Angriff auf eine vollkommen unschuldige Frau, die ein Gast in unserer Stadt war", sagte Kriminalpolizist Andrew Stamper in einem Interview.

Hunderte Menschen trauerten am Freitag am Ort des Geschehens, legten Blumen auf die Straße.

Aiias Onkel zu dem Vorfall: "Sie hat gesagt, dass sie an die La Trobe geht, weil es ruhig, nett und ungefährlich sei. Sie hat immer gelächelt, hatte so viel Energie. Ein solcher Tod wäre das letzte gewesen, was ich in einem Land wie Australien erwartet hätte."

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