Nach tödlichem Flugzeugabsturz: Ermittler suchen Ursache

Der Pilot flog dauerhaft sehr tief und prallte gegen diese Windkraftanlage.
Der Pilot flog dauerhaft sehr tief und prallte gegen diese Windkraftanlage.

Melle - Nach der Kollision eines Kleinflugzeugs mit einem Windrad in der Nähe von Osnabrück (TAG24 berichtete) rechnen die Behörden erst in einigen Wochen mit der Klärung der Unglücksursache.

"Wir stehen erst am Anfang, einen Zwischenbericht wird es kaum vor sechs bis acht Wochen geben", sagte am Freitag ein Sprecher des Bundesamtes für Flugunfalluntersuchung (BFU) in Braunschweig. Die Polizei ermittle in alle Richtungen, sagte eine Sprecherin in Osnabrück.

Bei dem Unglück im niedersächsischen Melle-Westendorf war am Donnerstag der als erfahren geltende 40-jährige Pilot gestorben. Nach BFU-Angaben war es das erste Mal, dass in Deutschland ein Flugzeug in ein Windrad krachte.

Die Umstände des Unfalls gelten weiterhin als rätselhaft, da die Sichtverhältnisse gut und die beiden Windräder auf dem flachen Gelände die einzigen weit und breit waren. Die einmotorige Propellermaschine vom Typ Diamond DA 20 A1 "Katana" gilt zudem als wendiges Flugzeug mit guten Gleiteigenschaften, das auch bei Motorausfall noch sicher in der Luft liegt.

Von der Maschine waren nur noch Trümmerteile übrig, die weit verstreut umher lagen. Sie gehörte einem Fliegerklub auf dem benachbarten Flugplatz Melle-Grönegau.

Der Pilot verstarb noch am Unglücksort.
Der Pilot verstarb noch am Unglücksort.  © DPA
Überall lagen die Wrackteile des Flugzeugs verteilt.
Überall lagen die Wrackteile des Flugzeugs verteilt.  © DPA
In der Anlage hingen noch einzelne Wrackteile des Flugzeugs.
In der Anlage hingen noch einzelne Wrackteile des Flugzeugs.  © DPA

Titelfoto: DPA


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