Damit es mit Olympia klappt: Mellowpark wird neues BMX-Paradies

Im Rahmen der deutschen BMX Meisterschaft trainierten Sportler 2008 im Mellowpark.
Im Rahmen der deutschen BMX Meisterschaft trainierten Sportler 2008 im Mellowpark.  © DPA

Berlin - Im Osten der Stadt, genauer in Köpenick, tut sich Einiges: Neue Wohnungen schießen wie Pilze aus dem Boden, Union Berlin verpasst für die 1. Fußball-Bundesliga seinem Stadion "An der Alten Försterei" ein Upgrade und nun bekommt auch der Mellowpark eine Frischzellenkur, damit es auch künftig mit Olympia klappt.

Der neue BMX-Superpark wird dank einer erfolgreichen Crowdfunding-Kampagne gebaut. 120.000 Euro brachte sie ein, genug um für aufstrebende Sportler neue Perspektiven zu schaffen, wie der rbb berichtet.

Allen voran der Berliner Daniel Tünte, der jüngst beim Weltcup in Ungarn den 23. Platz erreichte. Er gilt als deutsche BMX-Hoffnung. Nicht zuletzt auch weil seit London 2012 Tricks und Stunts mit dem 20-Zoll-Rad olympisch sind.

Bisher sind die Voraussetzungen für die Weltspitze nicht gut in Berlin. Durch die neue Trainingsstrecke im Mellowpark kann der olympische Standard erreicht werden. "Die Rampen wären größer, alles wäre viel ähnlicher zu dem, was man im Contest fährt. Deshalb wer es natürlich viel besser, da zu trainieren", so Tünte.

Beim jährlichen BMX-Event präsentieren Freizeitsportler aus ganz Deutschland ihre Künste im Mellowpark.
Beim jährlichen BMX-Event präsentieren Freizeitsportler aus ganz Deutschland ihre Künste im Mellowpark.  © DPA

Trainer Tobias Wicke sieht es genauso: "Der Superpark wäre natürlich eine perfekte Sache, um unsere Fahrer auf ein besseres Level zu bekommen. Das kann aber nur klappen, wenn das Ding mal irgendwann steht", sagte er gegenüber den rbb.

640.000 Euro kostet der BMX-Superpark, der den Traum von Olympia näherbringt. Gefördert wird das Projekt vom Land Berlin, doch musste der Mellowparkverein 120.000 Euro an Eigenmittel erbringen, die kurz vor Ablauf der Spendenfrist am Mittwochvormittag erreicht wurde.

Vor allem die Kleinen haben fleißig gespendet, was Max Tuchtenhagen vom Verein Mellowpark zu Tränen rührt. "Dass wir soviel Geld aus kleinen Beträgen zusammenbekommen haben, rührt mich sehr. Ich könnte jeden Moment anfangen zu heulen."

Auch der 1. FC Union Berlin beteiligte sich an der Spendenaktion seines direkten Nachbars. So konnten Zuschauer des Heimspiels gegen Holstein Kiel ihren Becherpfand für Mellowpark zu spenden.

Titelfoto: DPA


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