Facebook-Europachef in Köln: "Wir verkaufen niemals Daten"

Köln - Den Mega-Konzern Facebook direkt in Köln auf der Straße treffen, Anzeigen von Facebook sogar in gedruckten Zeitungen lesen: Der Konzern geht den analogen Weg, weil viele Nutzer sehr verunsichert sind. Auch der Facebook-Europachef Martin Ott stellt sich unbequemen Fragen.

Martin Ott ist Facebook-Europachef.
Martin Ott ist Facebook-Europachef.  © EPA/STEFANIE LOOS / POOL / DPA

Facebook will laut dem Manager verstehen, was die Menschen umtreibt. "Man sieht, dass es viele Missverständnisse gibt", so der Facebook-Europachef Martin Ott im Gespräch mit dem Kölner Stadtanzeiger am Donnerstag in Köln.

Während viele Facebook-Nutzer glauben, der Konzern verkaufe mitunter Nutzerdaten, stellte Ott klar: "Da muss man ganz klar sagen, wir verkaufen niemals Daten."

Ott versprach in dem Interview: "Die Sicherheit der Menschheit und die Daten auf der Plattform sind das wertvollste Gut."

Facebook nutze lediglich Werbung, die aufgrund von ausgewerteter Daten an die Nutzer angepasst ausgespielt werde.

Auch hier hätten die Nutzer die Möglichkeit, sich andere Werbung anzeigen zu lassen oder sich anzeigen zu lassen, warum sie eine bestimmte Werbung angezeigt bekommen.

Trotzdem sind viele Facebook-Nutzer stark verunsichert. Etliche Millionen haben der Plattform den Rücken gekehrt (TAG24 berichtete).

Sicherheit bei Facebook soll besser werden

Marc Zuckerberg, Gründer von Facebook.
Marc Zuckerberg, Gründer von Facebook.  © DPA

Klaus Gorny, Pressesprecher bei Facebook, wies auf die Funktion "Privatsphäre auf einen Blick" hin. Er sagte auch ganz offen: Wir hoffen, dass das Vertrauen bald wieder steigt." Martin Ott räumte ein: "Wir haben verstanden, dass wir besser sein müssen."

Laut dem Manager kümmerten sich allein 20.000 Mitarbeiter um das Thema Sicherheit auf der Plattform Facebook. Im vergangenen Jahr seien hier nur 10.000 Menschen tätig gewesen. Demnach entferne Facebook täglich mehrere Millionen Fake-Profile.

Facebook hat offensichtlich große Angst vor einem dauerhaften Vertrauensverlust seiner Nutzer.

In Köln geht der Konzern mit einem Stand am Freitag auf die Hohe Straße, informiert seine Nutzer im direkten Gespräch, nicht im Internet.

Titelfoto: EPA/STEFANIE LOOS / POOL / DPA

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