Hacker-Angriff auf Facebook: Werden wir jetzt von Kriminellen erpresst?

Menlo Park - Facebook vermutet hinter dem jüngst bekanntgewordenen Hacker-Angriff (TAG24 berichtete) auf rund 30 Millionen Nutzer laut einem Zeitungsbericht Internet-Kriminelle und nicht Geheimdienste.

Vom Hacker-Angriff auf Facebook sind 30 Millionen Mitglieder betroffen. Ihnen drohen Spam und Phishing.
Vom Hacker-Angriff auf Facebook sind 30 Millionen Mitglieder betroffen. Ihnen drohen Spam und Phishing.  © Andrea Warnecke/dpa-tmn

Nach bisheriger Einschätzung des Online-Netzwerks seien die Angreifer darauf aus gewesen, Geld mit betrügerischer Werbung zu machen, berichtet das "Wall Street Journal" unter Berufung auf informierte Personen.

Die Hacker konnten wegen einer Sicherheitslücke digitale Schlüssel stehlen. Damit hatten sie vollen Zugriff auf die Profile der betroffenen Facebook-Mitglieder. Obwohl sie die Accounts nutzen konnten, als wären es ihre eigenen, beschränkten sich die Angreifer darauf, Kontaktdaten und einige tiefer gehende Informationen, etwa wie die zehn zuletzt besuchten Orte, abzugreifen. Betroffenen Nutzern könnte also vor allem Spam und Phishing drohen.

Facebook macht bisher keine Angaben zur möglichen Herkunft der Hacker. Zuletzt hieß es allerdings auch, das Online-Netzwerk wisse, von welchen Profilen die Attacke begann und äußere sich nicht, weil man vom FBI darum gebeten worden sei.

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Das "Wall Street Journal" schreibt weiter, dass Facebook hinter dem Angriff eine dem Online-Netzwerk bereits bekannte Gruppe Internet-Krimineller vermutet, die sich für eine Marketing-Firma ausgäben.

Als Facebook den Angriff Ende September öffentlich machte, hieß es noch, man werde die Identität der Hacker möglicherweise nie klären können.

Titelfoto: Andrea Warnecke/dpa-tmn

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