Jetzt ist es offiziell! Deshalb wird WhatsApp ab 2019 mega nervig

Menlo Park - Die schlimmste Befürchtung vieler WhatsApp-Nutzer wird bald zur traurigen Realität! Der beliebte Messenger-Dienst plant die Einführung von Werbung. Die werbefreie Zeit auf WhatsApp gehört damit definitiv der Vergangenheit an.

WhatsApp ist die längste Zeit werbefrei gewesen.
WhatsApp ist die längste Zeit werbefrei gewesen.  © DPA

Der Vize-Präsident von WhatsApp Chris Daniels bestätigte dies offiziell gegenüber der "Hindustan Times". "Facebook wird anfangen, WhatsApp zu monetarisieren, und Anzeigen im Statusbereich der App schalten", sagte Daniels.

Dabei kommt dieser Schritt nicht per Zufall gerade jetzt, fünf Jahre nach dem Kauf des Messengers durch Facebook.

Denn erst mit Ablauf dieser fünf Jahre ist die Einführung von Werbung überhaupt möglich. Vorher sei die Monetarisierung vertraglich verboten gewesen, heißt es.

Einen genauen Zeitplan für den Roll-out des neuen Updates samt Werbefunktion nannte Vize-Präsident Daniels nicht. Berichten zufolge wird es aber wohl Anfang nächsten Jahres soweit sein.

Bis auf die Tatsache, dass WhatsApp die Anzeigen im Statusbereich schalten will, ist bisher unklar, ob sie den Nutzern zufällig angezeigt oder auf Grundlage ihrer Interessen ausgespielt werden.

Facebook will WhatsApp monetarisieren.
Facebook will WhatsApp monetarisieren.  © DPA

WhatsApp-Gründer Brian Acton, der Facebook im September 2017 verließ, sagte Anfang des Monats, dass Mark Zuckerberg geplant habe, WhatsApp durch gezielte Werbung zu monetarisieren.

Aus diesem Plan zog Acton seine Konsequenzen und ging. "Gezielte Werbung ist es, was mich unglücklich macht", betonte er damals. Alternativ hatte er vorgeschlagen, durch ein "Metered-User-Modell" Umsatz zu generieren.

Bei dem gebührenpflichtigen Nutzermodell müsste man sein Guthaben aufladen, nachdem ein zuvor festgelegtes Limit an kostenlosen Nachrichten bereits aufgebraucht wurde.

Damit hatte sich der WhatsApp-Gründer bei Facebooks Chefetage jedoch nicht durchsetzen können. Die Befürchtung, dass Anziegen künftig vom Statusbereich in die Chats schwappen könnten, ist nun natürlich bei vielen groß.

Denn auch sonst scheint Facebook unermüdlich daran zu arbeiten, Einnahmen aus WhatsApp zu erzeugen. So soll die derzeit noch kostenlose App "WhatsApp for Business" in Zukunft ebenfalls zu Geld gemacht werden.

Die Anwendung ermöglicht es Unternehmen, mit ihren Kunden in Kontakt zu treten. Das könnte bald nur noch mit Abo möglich sein, gestaffelt nach Anzahl der Kunden.

Titelfoto: DPA

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