Angela Merkel bringt Beutekunst nach Dresden zurück

Dresden/Tiflis - Unverhoffte Rückkehr: Die Gemäldegalerie Alte Meister bekommt ein weiteres ihrer seit dem Zweiten Weltkrieg vermissten Kunstwerke zurück.

Mamuka Bakhtadze, Ministerpräsident von Georgien, überraschte Bundeskanzlerin Angela Merkel beim Staatsbesuch mit der Dresdner Beutekunst.
Mamuka Bakhtadze, Ministerpräsident von Georgien, überraschte Bundeskanzlerin Angela Merkel beim Staatsbesuch mit der Dresdner Beutekunst.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (64, CDU) bekam das um 1650 entstandene "Stillleben mit dem Hasen" von Pietro Francesco Cittadini (1616-1681) bei ihrem Besuch in Georgien als Überraschungsgeschenk. Ministerpräsident Mamuka Bachtadse überreichte ihr das Beutekunst-Bild am Donnerstag beim Abendessen.

Die Generaldirektorin der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD), Marion Ackermann, dankte in einer Mitteilung für "diese außerordentliche Geste". Das 80 mal 130 Zentimeter große Ölgemälde wurde von Experten zweifelsfrei als der verschollene Cittadini identifiziert. Es befand sich in Privatbesitz.

Das Jagdstillleben war 1741 für die Sammlung von Sachsens Kurfürst Friedrich August II. - als König in Polen August III. - erworben worden. Laut SKD kam es Ende des Zweiten Weltkrieges zunächst auf ein Schloss und später in das neu eingerichtete Bergungsdepot. Ende 1945 fehlte der Cittadini, wurde vermutlich gestohlen.

Seine Rückkehr sei von großer Bedeutung für die Galerie, sagte Direktor Stephan Koja: "Stillleben von italienischen Künstlern sind eine Rarität in der Sammlung."

Cittadinis "Stillleben mit einem Hasen" galt als Kriegsverlust. Jetzt kommt es zurück nach Dresden.
Cittadinis "Stillleben mit einem Hasen" galt als Kriegsverlust. Jetzt kommt es zurück nach Dresden.  © SLUB/Deutsche Fotothek

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