Noch rechtslastiger: Verfassungsschutz warnt vor neuen Anti-Merkel-Demos

Hamburg - Einige Zeit war es ruhig in der Hansestadt - doch nun soll es wieder eine Anti-Merkel-Veranstaltung in Hamburg geben. Diesmal, nicht wie sonst üblich an einem Montag, sondern an einem Mittwoch.

"Merkel muss weg"-Demonstranten in Hamburg. Archivbild.
"Merkel muss weg"-Demonstranten in Hamburg. Archivbild.

Der Hamburger Verfassungsschutz sieht die Veranstaltung kritisch. Gegenüber dem NDR sagte Verfassungsschutz-Chef Torsten Voß: "Ab dem 5. September haben wir die erste Mittwochsversammlung. Es handelt sich um Organisatoren, die rechtsextremistische Strukturen haben. Nicht teilweise, sondern die überwiegende Zahl hat rechtsextremistische Strukturen. Und einer dieser Organisatoren fungiert jetzt auch selbst als Anmelder."

Damit seien die Veranstaltung noch rechtslastiger geprägt, als früher. Voß weiter: "Wer auf diese Versammlungen geht, geht nicht nur auf eine Versammlung, die von Rechtsextremisten organisiert wurde, sondern die zunehmend auch von Rechtsextremisten frequentiert wird."

Die "Merkel muss weg"-Demonstrationen starteten im Frühjahr in Hamburg. Im Mai verkündeten die Organisatoren eine Pause (TAG24 berichtete). Möglicherweise, weil das Interesse an den Veranstaltungen kontinuierlich abnahm.

Gegen die Kundgebungen, die sich in erster Linie gegen die Flüchtlingspolitik der Bundesregierung richteten, formierte sich auch regelmäßig Protest aus der linken Szene.

Zuletzt sollen sich Ende April rund 200 rechte Protestler versammelt haben - gegenüber von etwa 500 bis 700 Gegendemonstranten.


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