Geständnis im Mordfall Peggy? Polizei geht neuer Spur nach

Marktleuthen/Lichtenberg - Seit 2001 sucht die Sonderkommission Peggy nach dem Mörder der kleinen Peggy Knobloch. Nun scheint den Ermittlern bei einem Großeinsatz in Bayern ein Durchbruch gelungen zu sein.

Der Mordfall Peggy gilt noch immer als ungelöst.
Der Mordfall Peggy gilt noch immer als ungelöst.

Wie die "Frankenpost" berichtet, habe die Soko am Mittwoch im Raum Marktleuthen ein Ehepaar vernommen und die Gegend weiträumig durchsucht. Augenzeugen hätten dies bestätigt, die Polizei wollte zunächst keine näheren Auskünfte geben.

Der verhörte Mann soll laut "Frankenpost" zum Zeitpunkt von Peggys Verschwinden dem Kreis der Verdächtigen angehört haben. Der damals 24-Jährige sei im Laufe der Ermittlungen bereits mehrfach vernommen worden.

Ulvi K., der für den Mord an Peggy verurteilt und später wieder freigesprochen worden war, habe den Mann seinerzeit mehrfach beschuldigt, Peggys Leiche beseitigt oder sie gar umgebracht zu haben, heißt es weiter. Der Verdächtige habe damals kein schlüssiges Alibi vorweisen können.

Wie der "Focus" schreibt, soll der Mann festgenommen worden sein und bereits ein Geständnis abgelegt haben. Polizei und Staatsanwaltschaft kündigten für Donnerstag weitere Informationen an.

Auch zu einem zweiten Großeinsatz in Lichtenberg hielten sie sich zunächst bedeckt. Dort wurde am Mittwoch den Berichten zufolge unter anderem das Elternhaus des Verdächtigen durchsucht.

In Lichtenberg war die neunjährige Peggy 2001 verschwunden. 15 Jahre später fand man ihre sterblichen Überreste in einem nahe gelegenen Waldstück in Thüringen.


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