Messerangriff im Linienbus: Täter in Klinik eingewiesen

Hamburg - Wegen eines Messerangriffs auf eine Frau in einem Linienbus hat das Landgericht Hamburg am Dienstag einen 61-Jährigen in eine psychiatrische Klinik eingewiesen.

Polizisten sichern nach dem Messerangriff den Linienbus im Grindelviertel.
Polizisten sichern nach dem Messerangriff den Linienbus im Grindelviertel.  © dpa/Daniel Bockwoldt
Rechtlich sei die Tat vom 24. Juli 2018 ein versuchter Mord sowie eine schwere und gefährliche Körperverletzung gewesen.

Da aber nicht auszuschließen sei, dass der ehemalige Postbeamte schuldunfähig sei, müsse er freigesprochen werden, erklärte das Gericht.

Laut einem Gutachter leidet der Angeklagte an einer schweren psychischen Erkrankung.

Der 61-Jährige hatte sich auf der Busfahrt durch das Grindelviertel vor die auf einem Einzelplatz sitzende Frau gestellt und plötzlich ein Klappmesser aus der Hosentasche geholt (TAG24 berichtete).

Er fügte ihr damit völlig unvermittelt mehrere tiefe Schnitte im Gesicht zu.

Die damals 63-jährige Frau sei in Lebensgefahr gewesen.

Der Busfahrer reagierte sofort, hielt den Bus auf Höhe der Haltestelle "Universität/Staatsbibliothek" in der Grindelallee an und öffnete die Türen, damit die Fahrgäste aussteigen konnten. Möglicherweise verhinderte er so weitere Verletzte.

Titelfoto: dpa/Daniel Bockwoldt

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