Messerangriffe in Hamburg: So oft wird zugestochen

Hamburg - Wie groß ist die Gefahr durch Messerstecher in Hamburg? Nun gibt es dazu erstmals Zahlen.

Ein Messer liegt an einem Tatort. (Symbolbild)
Ein Messer liegt an einem Tatort. (Symbolbild)  © dpa/Daniel Bockwoldt

In den ersten neun Monaten des Jahres hat die Hamburger Polizei 1025 Messerdelikte in der Hansestadt registriert.

In 712 Fällen drohten die Täter mit einem Messer, in 312 Fällen wurde die Waffe eingesetzt.

Diese Zahlen nannte der Senat in einer Antwort auf eine Kleine Anfrage des CDU-Bürgerschaftsabgeordneten Dennis Gladiator.

Seit dem 1. Januar habe die Polizei damit begonnen, Delikte mit dem Tatmittel Messer gesondert zu erfassen. Vergleichszahlen gibt es darum noch nicht.

Für das Jahr 2018 weist die Hamburger Kriminalstatistik im Bereich Gewaltkriminalität 7670 Taten aus.

Darunter fallen verschiedene Delikte wie Mord und Totschlag, gefährliche und schwere Körperverletzung, Raub und Vergewaltigung.

In bestimmten Gegenden gilt ein Waffenverbot

Eine Polizistin sichert nach einem Messerangriff in Hamburg Spuren. (Archivbild)
Eine Polizistin sichert nach einem Messerangriff in Hamburg Spuren. (Archivbild)  © dpa/Daniel Bockwoldt

Bundesweit gibt es bisher keine einheitliche statistische Erfassung von Messerattacken.

Mehrere spektakuläre Taten wie der Messerstecher von Barmbek im Jahr 2017 sorgten für Aufsehen.

Der Senat verwies auf Bemühungen, die Zahl der Messerdelikte zu verringern. Rund um die Reeperbahn und den Hansaplatz im Stadtteil St. Georg gelte bereits seit Jahren ein Waffenverbot.

Die Hamburger Polizei rate vom Mitführen jeglicher Art von Waffen ab.

"Auch zu Verteidigungszwecken sollten Waffen, wie zum Beispiel Messer und Pfefferspray, nicht mitgeführt werden", heißt es in einer Empfehlung.

An den Hamburger Schulen werde das Thema Gewalt in den siebten Klassen behandelt, erklärte der Senat.

Titelfoto: dpa/Daniel Bockwoldt

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