Drama in Rostock: Angreifer stürzt vom Balkon, Säugling noch in Lebensgefahr!

Rostock - Das am Samstag in Rostock bei einer Messerattacke schwer verletzte Baby (TAG24 berichtete) schwebt weiter in Lebensgefahr.

Feuerwehrleute und Polizisten stehen vor dem Hochhaus in Rostock.
Feuerwehrleute und Polizisten stehen vor dem Hochhaus in Rostock.  © Stefan Tretropp/dpa

Der Zustand des drei Monate alten Säuglings sei weiter kritisch, sagte ein Polizeisprecher am Montag in Rostock.

Ein 40 Jahre alter Mann hatte nach Angaben von Polizei und Staatsanwaltschaft am späten Samstagabend in einer Wohnung im Stadtteil Dierkow auf das Baby eingestochen.

Als die Einsatzkräfte vor Ort eintrafen, drohte er damit, das Baby vom Balkon fallen zu lassen, dann stürzte er sich selbst aus der fünften Etage. Der Mann starb.

Unterdessen laufen die Ermittlungen zu den Umständen des dramatischen Vorfalls auf Hochtouren. Der 40-Jährige war ein Bekannter der Familie, allerdings ohne festen Wohnsitz.

Die Ermittler schließen eine Beziehungstat nicht aus, obwohl zunächst unklar blieb, ob der Mann der Vater des Kindes war. Er habe sich regulär in der Wohnung aufgehalten und sei nicht eingedrungen.

Die 18 Jahre alte Mutter des Säuglings erlitt am Samstagabend einen Schock und konnte bisher noch nicht vernommen werden, hieß es.

Nach ersten Ermittlungen sollen in der Wohnung vor der Tat Drogen konsumiert worden sein.

Die Staatsanwaltschaft hat auch deshalb unter anderem eine Blutuntersuchung des Mannes angeordnet. Zu weiteren Details des Falls wollte sich die Polizei nicht äußern.

Polizisten und Anwohner stehen vor einem Hochhaus und breiten ein Tuch aus. Der Mann hatte gedroht, den Säugling fallen zu lassen.
Polizisten und Anwohner stehen vor einem Hochhaus und breiten ein Tuch aus. Der Mann hatte gedroht, den Säugling fallen zu lassen.  © Stefan Tretropp/dpa

Normalerweise zieht die Redaktion es vor, nicht über mögliche Suizide zu berichten. Da sich der Vorfall aber komplett im öffentlichen Raum abgespielt hat, hat sich die Redaktion entschieden, es zu thematisieren.

Solltet Ihr selbst von Selbsttötungsgedanken betroffen sein, bei der Telefonseelsorge findet Ihr rund um die Uhr Ansprechpartner, natürlich auch anonym. Telefonseelsorge, bundeseinheitliche Nummer: 08001110111 oder 08001110222 oder 08001110116123.

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