Kaum zu glauben: Mit diesen Waffen wollten Besucher ins Gericht

Berlin - Bei Einlasskontrollen an Berliner Gerichten sind im vergangenen Jahr knapp 33.100 gefährliche Gegenstände sichergestellt worden.

Zahlreiche Besucher stehen im Foyer des Kriminalgerichts Moabit, um am "Tag der offenen Tür" einen Blick hinter die Kulissen des Gerichts zu werfen. (Symbolbild)
Zahlreiche Besucher stehen im Foyer des Kriminalgerichts Moabit, um am "Tag der offenen Tür" einen Blick hinter die Kulissen des Gerichts zu werfen. (Symbolbild)  © Paul Zinken/dpa

Das geht aus der Antwort der Justizverwaltung auf eine parlamentarische Anfrage des Linken-Abgeordneten Sebastian Schlüsselburg hervor, die am Dienstag veröffentlicht wurde. Darunter waren auch rund 3300 Hieb- und Stichwaffen allein am Justizcampus Moabit.

An Amtsgerichten, dem Sozial- sowie Oberverwaltungsgericht gehörten auch Elektroschocker, Messer, Scheren, Pfefferspray oder Schlagringe zu den eingezogenen Gegenständen.

Die Zahl der aus dem Verkehr gezogenen Sachen dürfte 2019 aber noch höher gewesen sein. Am Kammergericht werde die Zahl derartiger Funde wegen der Häufigkeit nicht registriert, hieß es in der Antwort.

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2018 entdeckten Justizbedienstete etwa 20.000 Waffen und gefährliche Gegenstände, die nicht mit ins Gericht genommen werden durften. Ob Besucher im Vorjahr tatsächlich mehr Gefährliches dabei hatten, sei noch nicht geklärt, hieß es. In der Vergangenheit sei nicht flächendeckend kontrolliert worden.

Erst im Herbst 2018 seien Einlasskontrollen an allen Gerichten vorgeschrieben worden. Das angestrebte Sicherheitsniveau sei aber noch nicht erreicht, hieß es.

Bei den Einlasskontrollen wurden verschiedenste Waffen entdeckt. (Symbolbild)
Bei den Einlasskontrollen wurden verschiedenste Waffen entdeckt. (Symbolbild)  © 123RF/nerthuz , 123RF/Philippe Renaud

Titelfoto: Paul Zinken/dpa

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