Messerangriff in Linienbus: Prozess um versuchten Mord in 48 Fällen

Lübeck- Ein halbes Jahre nach einer Messerattacke in einem Lübecker Linienbus, bei der zwölf Menschen verletzt wurden, beginnt am Mittwoch der Prozess gegen den 34-jährigen Angeklagten.

Der Angeklagte soll in einem Linienbus in Lübeck auf Fahrgäste eingestochen haben (Archivbild).
Der Angeklagte soll in einem Linienbus in Lübeck auf Fahrgäste eingestochen haben (Archivbild).  © dpa/Markus Scholz

Der psychisch kranke Mann hatte am 20. Juli 2018 in einem voll besetzten Linienbus im Stadtteil Kücknitz Feuer gelegt und mit einem Messer wahllos auf Fahrgäste eingestochen (TAG24 berichtete).

Dabei wurde ein junger Mann lebensgefährlich verletzt.

Der Busfahrer hatte im Rückspiegel den Qualm bemerkt, das Fahrzeug gestoppt und die Türen geöffnet, um die Fahrgäste aussteigen zu lassen.

Dadurch wurde womöglich Schlimmeres verhindert, meinte Schleswig-Holsteins Innenminister Hans-Joachim Grote (CDU) nach der Tat.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Deutsch-Iraner versuchten Mord in 48 Fällen vor.

Der Angeklagte ist nach einem vorläufigen Sachverständigengutachten wegen einer paranoiden Schizophrenie nicht schuldfähig.

Das Gericht muss deshalb über seine Unterbringung in der Psychiatrie entscheiden.

Ein Urteil wird Mitte März erwartet.

Titelfoto: dpa/Markus Scholz

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