Messerangriff in Linienbus: Neue Details zur schrecklichen Tat

Lübeck - Nach dem brutalen Messerangriff in einem Lübecker Linienbus am Freitag haben Ermittler inzwischen die Aufzeichnungen der Videoüberwachung im Fahrzeug ausgewertet.

Dieser Lübecker Linienbus wurde am Freitagabend zum Tatort.
Dieser Lübecker Linienbus wurde am Freitagabend zum Tatort.  © DPA

Es bestehe nunmehr der dringende Verdacht, dass der Beschuldigte den vollbesetzten Bus in Brand setzen und damit eine möglichst große Zahl von Menschen verletzten wollte, heißt es in einer gemeinsamen Presseerklärung der Polizei und der Staatsanwaltschaft Lübeck.

Darüber hinaus bestehe mit Blick auf einen durch einen Messerstich schwer verletzten Mann aus den Niederlanden der Verdacht des versuchten Heimtückemordes.

Das Leben des 21-jährigen Opfers konnte durch eine mehrstündige Notoperation in der Nacht gerettet werden. Aktuell bestehe keine Lebensgefahr mehr.

Insgesamt wurden bei dem Angriff am Freitagabend zehn Menschen verletzt (TAG24 berichtete), drei von ihnen schwer. Der Beschuldigte soll auch den Busfahrer durch einen Faustschlag ins Gesicht verletzt haben.

Experten des Kampfmittelräumdienstes mussten anrücken, weil der 34-Jährige außerdem einen qualmenden Rucksack zurückgelassen hatte.

Erste Untersuchungen ergaben, dass sich Brandbeschleuniger darin befanden. Es habe aber keine Hinweise auf einen Sprengsatz gegeben. Damit könne ein terroristischer Anschlag mit Sprengstoff ausgeschlossen werden.

Der 34-Jährige sitzt inzwischen in Untersuchungshaft. Zu den Tatvorwürfen habe er sich bislang nicht geäußert.

Titelfoto: DPA


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