Wegen Stimmen im Kopf? Mann sticht auf wehrlose Mutter ein

Attila F. soll seine Mutter schwer verletzt haben (Symbolbild)
Attila F. soll seine Mutter schwer verletzt haben (Symbolbild)  © 123RF

München - Er stach auf seine wehrlose Mutter Eva F. ein. Der Grund: Stimmen hätten es ihm befohlen. Nun muss sich Attila F. für seine Tat vor einem Münchner Gericht verantworten. Dies berichtet der "Münchner Merkur".

Der 50-Jährige steht wegen versuchten Mordes vor dem Landgericht München I. Insgesamt vier Mal soll F. am Morgen des 13. Mai 2017 in Sendling auf seine Mutter eingestochen haben. Die wehrlose Frau erlitt dabei schwere Verletzungen an Lunge und Leber, musste in einem Krankenhaus notoperiert werden. Sie überlebte die Attacke.

Die Polizei geht davon aus, dass der Angeklagte es auf das Geld der 70 Jahre alten Frau abgesehen hatte. Sie hatte offenbar 3000 Euro in ihrem Wohnzimmersessel versteckt. Er selbst lieferte allerdings eine ganz andere Erklärung.

"Es ging nicht um Geld. Ich habe Stimmen gehört, die mir das befohlen haben", erklärte F. vor Gericht Erst als er sie blutüberströmt auf dem Boden liegen gesehen habe, sei ihm bewusst geworden, was er angerichtet habe, so der Beschuldigte weiter. Dem offenbar psychisch kranken Mann droht bei einer Verurteilung ein Leben in der Psychiatrie.

Zwei Tage vor dem Übergriff auf seine Mutter hatte F. dieser erzählt, dass er seine 15-jährige Tochter getötet habe. Er habe sie zudem zerstückelt und vergraben. Die Behauptung hatte sich zum Glück damals schnell als falsch herausgestellt.

Knapp ein Jahr nach der Tat gibt sich F. nun äußerst reumütig: "Ich finde es schrecklich, was ich getan habe. Ich habe meine Mama verloren, es tut mir wahnsinnig leid." Die Mutter des Beschuldigten ist inzwischen verstorben, ein Zusammenhang mit dem Angriff bestehe nicht. Dies gaben die Ermittler im Rahmen des Prozessauftakts bekannt.


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