Messermord an Auerbach-Rentner: Festnahme!

Frank T. († 72) wurde in seinem eigenen Haus erstochen.
Frank T. († 72) wurde in seinem eigenen Haus erstochen.  © Harry Härtel/Haertelpress

Auerbach/V. - Aufatmen bei der Zwickauer Kripo: Die Ermittler haben offenbar den Mord an Frank T. († 72) aufgeklärt. Der Rentner war in seinem Haus niedergestochen worden und verblutet (TAG24 berichtete).

Nachbarn hatten sich Anfang Juli diesen Jahres Sorgen gemacht, weil sie den Mann längere Zeit nicht gesehen hatten. Außerdem war sein Briefkasten voll mit Post und Werbung - untypisch für den lebensfrohen Mann.

Der grausige Fund dann am 12. Juli: Der Rentner lag verblutet vor einer Treppe in seinem Wohnhaus im vogtländischen Auerbach, Ortsteil Mühlgrün. Getötet durch viele Messerstiche - ein Blutbad.

Die Ermittlungen verliefen zäh. Zwar fanden die Polizisten im Mordhaus wenig später auch die in einem unbewohnten Zimmer versteckte Tatwaffe - ein Messer - die DNA und die Fingerabdrücke darauf konnten sie aber erstmal niemandem zuordnen. Außerdem berichteten Nachbarn, dass Frank T. oft Besuch von mehreren jungen Männern hatte.

Daher weiteten die Fahnder ihre Suche auch ins Homosexuellen-Milieu aus, selbst im knapp 20 Kilometer entfernten Tschechien wurde mit Plakaten und Handzetteln nach Zeugen gesucht. Dorthin war der Rentner oft mit der Vogtlandbahn gereist, auch hier wurde er mit anderen Männern gesehen.

Zwischenzeitlich wurde ein Phantombild eines eventuellen Zeugen herausgegeben - auch diese Spur führte die Fahnder ins Leere.

Jetzt, vier Monate nach der blutigen Tat, endlich der Treffer: Die Ermittler nahmen am Dienstag einen 54-jährigen Mann fest. Spuren am Messer und an seiner Kleidung überführten ihn am Ende. Ein Haftrichter schickte den Festgenommenen wegen Mordverdachts hinter Gitter.

Jürgen Pfeiffer (47), Sprecher der Staatsanwaltschaft Zwickau: „Der Mann streitet die Tat ab, äußert sich aber uns gegenüber derzeit nicht weiter zu den Vorwürfen.“

Jetzt müssen die Hintergründe der blutigen Tat ermittelt werden. Offenbar ging es um Eifersucht. Täter und Opfer kannten sich. Geld oder Wertgegenstände fehlten nicht.

Bei einer Verurteilung wegen Mordes droht dem mutmaßlichen Täter lebenslange Haft. Der Prozess soll im Frühjahr 2017 beginnen.

Titelfoto: Harry Härtel/Haertelpress


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