Wegen Mesut Özil: Chinesisches Fernsehen zieht heftige Konsequenzen

London - Er kürzlich kritisierte Ex-Nationalspieler Mesut Özil von Arsenal London via Twitter die Unterdrückung muslimischer Minderheiten in China. Das Echo lässt nun nicht lange auf sich warten - und hat es in sich!

Sorgte mit seinem Tweet in China für Unverständnis: Mesut Özil.
Sorgte mit seinem Tweet in China für Unverständnis: Mesut Özil.  © Jon Super/AP/dpa

Normalerweise würde das chinesische Fernsehen das Spiel zwischen den "Gunners" und dem amtierenden Premier-League-Meister Manchester City live im TV zeigen. Doch laut der Zeitung "Global Times" wird genau dieses Spiel jetzt gestrichen.

Via Twitter vermeldet der Sender, dass das Staats-TV (CCTV) das Spiel aus dem Sendeplan streicht und stattdessen eine Wiederholung der zuvor stattfindenden Partie zwischen Wolverhampton und den Tottenham Hotspurs zeigen wird.

Özil machte auf die Unterdrückung der muslimischen Minderheiten im Land aufmerksam. Zahlreiche Uiguren, die Türkeistämmigen ethnisch verwandt sind, wurden in sogenannte Fortbildungslager geschickt.

Diese sollen jedoch verkappte religiöse Umerziehungsstätten sein.

Arsenal London hat sich inzwischen vom Özil-Post distanziert, stellte klar, dass dieser Tweet ausschließlich die persönliche Meinung des ehemaligen deutschen Nationalspielers repräsentieren würde.

Auch sportlich geht es für die Hauptstädter um einiges. Trotz des Trainer-Wechsels vor wenigen Wochen finden die Gunners nicht in die Spur, sind gegenwärtig lediglich auf dem neunten Tabellenrang. Und auch City läuft den eigenen Erwartungen hinterher.

Momentan Platz drei und schon 17 Punkte Rückstand auf Tabellenführer Liverpool bedeuten, dass die Titelverteidigung wohl schon vor Weihnachten so gut wie nicht mehr möglich ist.

Der Tweet von Özil, in welchem er die Unterdrückung der Uiguren kritisiert

Wird am Sonntag auch nicht im chinesischen TV zu sehen sein: Pep Guardiola und sein Team Manchester City.
Wird am Sonntag auch nicht im chinesischen TV zu sehen sein: Pep Guardiola und sein Team Manchester City.  © Martin Rickett/PA Wire/dpa

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