Özil Rücktritt: Hat Deutschlands frühes Ausscheiden etwas mit Özil zu tun?

Für die Deutsche Nationalmannschaft wird Mesut Özil vorerst nicht mehr auflaufen, denn er ist zurückgetreten.
Für die Deutsche Nationalmannschaft wird Mesut Özil vorerst nicht mehr auflaufen, denn er ist zurückgetreten.

Deutschland - Mesut Özil ist nicht länger deutscher Nationalspieler. Mit großem Aufheben hat er seinen sofortigen Rücktritt verkündet und sieht sich nunmehr als Opfer statt Täter.

Özil hatte vor der WM zusammen mit Ilkay Gündogan ein äußerst umstrittenes Pressefoto mit dem türkischen Präsidenten Erdogan gemacht und wurde dafür von allen Seiten kritisiert. Nun ist die Zukunft von Özil ungewiss, in der Deutschen Nationalmannschaft ist aber kein Platz mehr für ihn.

Özil tritt mit sofortiger Wirkung aus der Nationalmannschaft aus

Die Bombe ist geplatzt und es war absehbar. Mesut Özil gehört nicht länger zur Deutschen Nationalmannschaft, denn er hat mit sofortiger Wirkung seinen Rücktritt verkündet.

Auch wenn die WM trotzdem gern verfolgt wurde und ein Sportwetten Bonus bei den meisten Fans zum Einsatz kam, ist der Özil-Rücktritt eine Entscheidung, die zu respektieren ist. In den Medien wird der Rücktritt unterschiedlich wahrgenommen. Zu kritisieren ist, dass es Özil selbst war, der zusammen mit Ilkay Gündogan ein Foto mit dem türkischen Präsidenten Erdogan im Vorfeld zur WM gemacht hatte.

Dadurch brachte er in die gesamte deutsche Mannschaft eine große Unruhe, auch wenn Gegenteiliges nach außen dringen sollte. Wie stark Özils Fehltritt, für den er sich bis zum heutigen Zeitpunkt nicht entschuldigt hat, die Deutsche Nationalmannschaft beeinflusste, konnte jeder mit einem Fernseher bei der WM sehen.

  • Die deutsche Mannschaft wirkte in jedem Spiel lustlos, müde und nicht ganz bei der Sache
  • Ungewöhnlich viele Fehlpässe wurden gespielt und alles wirkte unkoordiniert
Mesut Özil sieht sich als Opfer von Anfeindungen und begründet seinen Rücktritt auch mit angeblichem Rassismus.
Mesut Özil sieht sich als Opfer von Anfeindungen und begründet seinen Rücktritt auch mit angeblichem Rassismus.

Özil versucht vergeblich seinen Rücktritt mit Rassismus zu begründen

Statt die Schuld für den notwendig gewordenen Rücktritt bei sich selbst zu suchen, schwingt Mesut Özil nun mit großem Aufheben die Moralkeule und prangert Rassismus in Deutschland gegen seine Person an. Er werde gefeiert, wenn er gut spiele und gewinne, bei Niederlagen jedoch sei er der Ausländer.

Das, was Özil da schildert, ist jedoch allein seine Eigenwahrnehmung, denn wenn sein Foto mit Erdogan eins zeigte, dann ist es doch die tief innere Überzeugung, nach wie vor ein türkisches Herz zu haben. Daran konnten auch die vergeblichen Beschwichtigungsversuche nichts ändern oder Ausreden wie, dass im Vorfeld gar nicht klar war, dass Fotos bei dem Treffen entstehen würden.

Erdogan tritt vielfach deutsche Werte mit Füßen, sperrt Leute unschuldig ein. Da war es mehr als abzusehen, dass ein Foto eines deutschen Nationalspielers mit dem türkischen Präsidenten während der Wahlkampfphase hohe Wellen schlagen würde. Noch erstaunlicher als die fehlgehenden Rassismus-Vorwürfe von Özil sind die Reaktionen aus der Politik:

Schwache Leistung bei der WM und in sämtlichen Spielen davor

Während die Mehrheit in Deutschland an der berechtigten Özil-Kritik nicht einmal den Hauch eines Anfluges von Rassismus sieht, hat sie unterdes auch eine viel plausiblere Erklärung parat.

Özil war nicht nur bei der WM in schwacher Form, sondern hinkt seit mehreren Jahren seinem Leistungshoch hinterher.

Die politisch motivierten Fotos mit Erdogan brachten schließlich das Fass zum Überlaufen, was unter anderem aber auch daran lag, dass es der DFB selbst nicht hinbekommen hat, dieses Thema schnell aus der Welt zu schaffen. Bekanntermaßen hat auch Özil hierzu nie etwas gesagt und versucht, das Thema tot zu schweigen.

Nun, nachdem klar ist, dass es für Özil also definitiv in der Nationalmannschaft nicht mehr weitergeht, fragt sich, welche Karriereoptionen verbleiben:

  • Beim FC Arsenal London wird Özil vorerst weiter spielen
  • Ob eine Rückkehr in die Nationalmannschaft jemals gelingen kann, darf bezweifelt werden

Immerhin gewann Özil im Jahr 2014 die Weltmeisterschaft mit dem Team in Brasilien. Ein historisches Ereignis, auf dessen Wiederholung die Fans aller Voraussicht nach noch lange warten werden müssen.

Bildquellen:

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