Metallstangen und Pfefferspray! Nazis verprügeln unbeteiligte Jugendliche

Am 1. Mai attackierten Neonazis in Halle eine Gruppe unbeteiligter Jugendlicher brutal.
Am 1. Mai attackierten Neonazis in Halle eine Gruppe unbeteiligter Jugendlicher brutal.  © Thomas Schade

Halle (Saale) - Unfassbare Brutalität von Rechtsradikalen gegen friedliche Jugendliche in Halle! Nachdem 4000 Menschen den 500-Mann-Nazi-Aufmarsch zum 1. Mai verhinderten, überschattete ein skrupelloser Angriff den Tag. Rechtsradikale attackierten aus zwei Autos heraus unbeteiligte Jugendliche.

Die kleine Gruppe Jugendlicher lief gegen 15.15 Uhr zufällig am Infostand vom "Bündnis gegen Rechts" vorbei, war auf dem Weg zum gemeinsamen Grillen in Richtung Innenstadt.

Plötzlich rasten zwei dunkle Autos heran. Thomas Schade, Autor des Anti-Rechts-Blog "Störungsmelder", wurde Augenzeuge des Übergriffs. Er hielt den Angriff in Bildern fest.

So hätten die Rechten erst einen Böller geworfen, dessen Druckwelle auch zehn Meter entfernt spürbar gewesen sein soll.

Die Jugendlichen wurden mit Metallstangen, Pfefferspray und anderen Gegenständen angegangen.
Die Jugendlichen wurden mit Metallstangen, Pfefferspray und anderen Gegenständen angegangen.  © Thomas Schade

Zudem seien Flaschen, andere Gegenstände und Pfefferspray auf die Jugendlichen geflogen.

Dann seien die Männer mit Metallstangen auf die Gruppe losgegangen, haben gezielt auf die Köpfe der Jugendlichen eingeschlagen. Mindestens einer der Angreifer trug ein T-Shirt mit der Aufschrift "Aryans" (Arier), auf dem Rücken "Support your Race" (Unterstütze deine Rasse).

Durch den Angriff habe ein junger Mann eine Platzwunde erlitten, eine Frau Reizungen durch das Pfefferspray.

Erst als Gegendemonstranten zum Tatort eilten, sollen die Neonazis von ihren hilflosen Opfern abgelassen haben. Die rechten Schläger flüchteten in ihren Autos.

Den Kennzeichen zufolge, stammen die Angreifer aus Aschaffenburg beziehungsweise dem Main-Kinzig-Kreis.

Nach einem Twitter-Post des Landtagsabgeordneten der Grünen, Sebastian Striegel, ermittele die Polizei wegen versuchten Totschlags. Das widerlegten die Beamten am Dienstagmittag in einer Pressemitteilung.

Polizeisprecher Ralf Karlstedt sagte, es gebe eine Anzeige. Jetzt wird unter Hochdruck gegen die Brutalo-Nazis wegen besonders schwerem Landfriedensbruchs und gefährlicher Körperverletzung ermittelt.

Titelfoto: Thomas Schade


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