Weinstein-Assistentin über Ekel-Job: Nackt Mails diktiert, Spritzen in Penis, Sperma aufwischen

Immer neue Vorwürfe werden gegen Harwey Weinstein wegen sexueller Belästigung laut.
Immer neue Vorwürfe werden gegen Harwey Weinstein wegen sexueller Belästigung laut.  © DPA

New York – Aus einer Anklage gegen den früheren Hollywood-Produzenten Harwey Weinstein gehen ungeheuerliche Details hervor, wie menschenverachtend der Mann mit Frauen umgegangen sein soll.

Sandeep Rehal (30) war von 2013 bis 2015 die persönliche Assistentin von Weinstein. Jetzt hat sie Klage gegen ihn eingereicht wegen Diskriminierung und sexueller Belästigung. Die Klageschrift ist voller abstoßender Vorwürfe gegen den Mann.

So soll er seiner Assistentin fast wöchentlich nackt E-Mails diktiert haben. Während der Arbeit beschimpfte er sie regelmäßig als "Fotze" und "Pussy", meist zwang er sie, in seiner Limousine mit auf der Rückbank zu sitzen, wo er sie begrapschte und sich ungefragt an ihr rieb.

Damit nicht genug. Die von Rehal erhobenen Vorwürfe gehen noch weiter. Weinstein habe von ihr verlangt, ihm Spritzen gegen Erektions-Störungen zu geben, direkt in seinen Penis.

Und sie musste seine Sex-Sauereien im Büro oder Hotel aufräumen, so soll es zu ihren Aufgaben gehört haben, leere Spritzen und volle Kondome zu beseitigen und Sperma von der Ledercouch zu wischen, wenn er Damenbesuch gehabt hatte – und zwar drei bis vier Mal in der Woche.

2015 kündigte sie ihren Job, weil sie es nicht mehr aushielt und begründete dies damit, dass ihr das sexuell aufgeladene Umfeld und die "erniedrigenden Aufgaben, die ich erledigen musste, um Harvey Weinsteins Sexleben zu ermöglichen, und der physischen sowie psychischen Misshandlung, die ich erleben musste, mir keine Wahl ließ", wird sie vom Rolling Stone Magazin zitiert.

Die Enthüllungen über sexuelle Belästigungen durch Harwey Weinstein gegenüber Schauspielerinnen hatten die #MeToo-Debatte ausgelöst, in deren Zuge sich immer mehr prominenten und nicht prominenten Frauen zu Wort meldeten, weil sie von Männer, die ihre Machtposition ausnutzen, sexuelle belästigt oder bedrängt wurden.

Weinstein war daraufhin im Oktober aus der Oscar-Jury gefeuert worden. Er wird nicht mehr über künftige Oscar-Gewinner abstimmen. Anfang Dezember gab die Academy eine "Verhaltens"-Erklärung heraus. In dem Verband gebe es keinen Platz für Menschen, "die ihren Status, Macht oder Einfluss" dazu missbrauchen, die Regeln des Anstands zu verletzen, hieß es unter anderem.

Zahlreiche weitere Hollywood-Größen, wie Michael Douglas, Sylvester Stallone oder Kevin Spacey sehen sich ebenfalls schweren Vorwürfen von sexueller Belästigung bis hin zur Vergewaltigung ausgesetzt.

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