Vom Opfer zur Täterin? MeToo-Vorreiterin wird sexuelle Nötigung vorgeworfen

Rom - Die italienische Schauspielerin und Regisseurin Asia Argento (42) gehörte zu den Frauen, die den US-amerikanischen Film-Produzent Harvey Weinstein wegen sexueller Belästigung beschuldigten. Doch nun hagelt es ganz ähnliche Vorwürfe gegen sie selbst.

Asia Argento (42) gilt als MeTioo-Begründerin. Sie brachte die Weinstein-Affäre ins Rollen.
Asia Argento (42) gilt als MeTioo-Begründerin. Sie brachte die Weinstein-Affäre ins Rollen.  © DPA

Ganze 380.000 Euro soll die 42-Jährige einem 17-jährigen Schauspieler namens Jimmy Bennett an Schweigegeld bezahlt haben, schreibt die New York Times.

Dieser wirft Argento vor, sich mit ihm 2013 in einem Hotelzimmer in Los Angeles getroffen zu haben, ihn dort mit Alkohol abgefüllt zu haben und sexuelle Handlungen an dem Jugendlichen vorgenommen zu haben.

Vier Jahre danach soll der junge Mann vor Gericht ein Schreiben eingereicht haben, um den Vorfall anzuzeigen. Auch ein gemeinsames Selfie soll in diesen Unterlagen laut NYT enthalten gewesen sein.

Asia Argento gilt als Mitbegründerin der MeToo-Debatte. Dort sprachen Frauen von sexueller Belästigung und Übergriffen, über die sie bislang den Mantel des Schweigens gelegt hatten.

Die Schauspielerin wirft Harvey Weinstein vor, von ihm vergewaltigt worden zu sein, als sie 21 Jahre alt war.

Gerade weil sie mit ihrer Geschichte an die Öffentlichkeit gegangen sei, hätte sich auch das von ihr genötigte Opfer Jimmy Bennett nun schmerzlich an die Hotel-Nacht erinnert, weshalb er Argento anklage.


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