Metropol kämpft gegen Filmverleih wegen „Tribute von Panem“

Bereits 2014 hatte Metropol-Chefin Evelin Paulat Streit mit der Kinokette Cinestar.
Bereits 2014 hatte Metropol-Chefin Evelin Paulat Streit mit der Kinokette Cinestar.

Von Caroline Staude

Chemnitz - Es ist ein Kampf David gegen Goliath: Evelin Paulat, Chefin des Chemnitzer Metropol Kinos, muss wieder mit dem Filmverleih darum ringen, die „Tribute von Panem“ zeigen zu dürfen. Mit dem Start des letzten Teils der Reihe geht der Streit, der schon 2014 ausgebrochen war, in eine neue Runde.

Der Streifen läuft seit dem 19. November in den Kinos. Nur nicht im Metropol an der Zwickauer Straße.

„Im letzten Jahr konnten wir uns noch durchsetzen, konnten ihn zum Starttermin zeigen, aber diesmal gibt der Verleih uns den Film erst ab der vierten Woche nach Kinostart.“ Die Schuld sieht Paulat bei den großen Kinoketten wie dem „Cinestar“ in der Galerie Roter Turm.

„Die üben Druck auf den Verleih aus. Unsere günstigen Eintrittspreise sind denen ein Dorn im Auge.“ Auf Facebook erfährt Paulat von ihren Stammkunden viel Zuspruch. „Viele sagen, sie warten, bis der Film auch bei uns läuft.“

Cinestar sieht sich dagegen zu Unrecht als Miesepeter. „Die Behauptungen der Metropol-Betreiberin sind schlichtweg falsch“, sagt Geschäftsführer Oliver Fock.

Maximal 6 Euro kostet ein Kinoticket im Metropol-Kino. Das gibt‘s zum gleichen Preis im Cinestar, für Überlänge und Extras wie 3-D-Filme zahlt man aber mehr.

Foto: Uwe Meinhold


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