Model strippt aus Protest an Tankstelle: Jetzt wird sie mit dem Tod bedroht

Mexico City - Eigentlich wollte das mexikanische Model Are Rojas (27) laut eigener Aussage gegen Gewalt an Frauen protestieren, als sie sich vor einer Tankstelle auszog. Doch die Reaktion fiel anders als erwartet aus.

Auch sonst zeigt sich das Model gerne freizügig.
Auch sonst zeigt sich das Model gerne freizügig.  © Screenshot Instagram/Are Rojas

Für ein spontanes Fotoshooting hatte sich die 27-jährige Mutter einem Bericht der "Daily Mail" zufolge von Kopf bis Fuß entblößt, als sie an einer Tanke in Huixquilucan, etwas außerhalb von Mexico City, in der Warteschlange stand.

Das Model war eigentlich auf dem Weg zu einem ganz anderen Shooting, als sie und ihr Fotograf bemerkten, dass ihr Fahrzeug zu wenig Benzin hatte. Wegen der anhaltenden Ölkrise in Mexiko mussten sie wie viele andere Fahrer warten, um nachtanken zu können.

Diese Zeit überbrückten sie mit der besagten Nacktaktion - vor den Augen aller und am helllichten Tag. Sie habe das "aus Protest gegen Gewalt an Frauen" getan, erklärt Rojas. Die bizarre Demonstration erreichte jedoch nicht ganz die von ihr erhoffte Reaktion.

"Ich erhielt Kommentare, in denen Frauen wollten, dass ich getötet werde", erzählt das Model. "Sie griffen mich an und kritisierten mich, ohne mir zuzuhören, ohne die Nachrichten zu sehen und ohne etwas über mich zu wissen."

Dabei hatte sie mit den Fotos ein klares Statement setzen wollen und diese deshalb auch stolz auf ihrem Instagram-Profil geteilt. Dort folgen der 27-Jährigen 244.000 Abonnenten, von denen 70.000 ihren Post likten. Umso überraschter war Rojas von dem Hass, den sie erfuhr.

In ihrem Protest sieht sie sich dadurch nur bestätigt: "Das Überraschende ist, dass im 21. Jahrhundert ein nackter menschlicher Körper mehr Debatten, Kontroversen und Sorgen hervorruft als die Gewalt, die wir jeden Tag erleben", sagt das Model.

"Es scheint, dass wir Gewalt 'normalisiert' haben, aber Nacktheit ist beunruhigender für die falsche Moral unserer Gesellschaft. Es besteht Bedarf an einer umfassenden und echten Sexualaufklärung in den Schulen, die zukünftigen Generationen beibringt, nicht zu vergewaltigen, zu missbrauchen oder zu töten."

Die 27-jährige Mexikanerin hofft immer noch, dass ihr spontanes Foto das dringend benötigte Bewusstsein für die Gewalt gegen Frauen in Lateinamerika und auf der ganzen Welt schafft. Für Schlagzeilen hat es jedenfalls gesorgt.


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