Tödlicher Irrtum: Angebliche Kidnapper vor Polizeistation lebendig verbrannt

Mexiko - Unfassbare Szenen vor einer Polizeistation in der mexikanischen Stadt Acatlán de Osorio: Ein wütender Mob fällt über zwei Männer her und lässt sie bei lebendigem Leibe verbrennen.

Die Polizei stand dem wütenden Mob machtlos gegenüber. (Symbolbild)
Die Polizei stand dem wütenden Mob machtlos gegenüber. (Symbolbild)  © 123RF

Wie die britische "Sun" berichtet, handelte es sich bei den Opfern um Alberto Flores Morales (56) und seinen 21-jährigen Neffen Ricardo Flores Rodríguez. Sie waren von Dorfbewohnern zunächst an die örtliche Polizeistation übergeben worden. Diese hatten ihnen vorgeworfen, zwei Kinder entführt zu haben.

Vor dem Gefängnis versammelte sich dem Bericht zufolge jedoch schnell ein Mob von rund 150 Menschen, der bald das Gebäude stürmte und die beiden Männer gewaltsam herauszog. Sie sollen das Paar mit Seilen an den Füßen aus der Zelle gezerrt und hinaus geschleppt haben.

Dort übergoss sie die Menge schließlich mit einer brennbaren Flüssigkeit und zündete sie an, sodass die Männer bei lebendigem Leibe verbrannten. Auch ihr Auto steckten sie in Brand. Dutzende von Menschen sahen die brutale Hinrichtung vor der Polizeistation und filmten sie mit ihren Handykameras.

In einer Erklärung schlossen lokale Staatsanwälte aus, "dass die Verstorbenen an einem Verbrechen beteiligt waren". Warum die Polizei den tödlichen Aufstand nicht verhinderte, blieb unklar. Gouverneurin Martha Erika Alonso sagte, die die Beamten seien nicht in der Lage gewesen, die Männer zu schützen.

"Ich verurteile das entstandene Lynchen aufs Schärfste, es ist unzulässig, durch eigene Hand Gerechtigkeit zu üben", betonte sie. Dabei stieg die Zahl der Lynchmorde in Mexiko zuletzt stetig an.

Titelfoto: Screenshot YouTube/El Sol de Puebla


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