Geht das Militär jetzt gegen Migranten vor?

Tapachula - Kurz vor einem Treffen hochrangiger Regierungsvertreter in Washington haben die mexikanischen Sicherheitskräfte im Süden des Landes einen Einsatz gegen Migranten aus Mittelamerika gestartet.

Die Soldaten sperrten mehrere Straßen in Chiapas.
Die Soldaten sperrten mehrere Straßen in Chiapas.  © YouTube Screenshot MILENIO

Soldaten, Polizisten und Beamten der Einwanderungsbehörde riegelten am Mittwoch Straßen im Bundesstaat Chiapas ab, wie der Fernsehsender Milenio TV berichtete.

Sie wollten damit eine Gruppe von rund 1000 Einwanderern stoppen, die kurz zuvor die Grenze zwischen Guatemala und Mexiko überschritten hatte.

US-Außenminister Mike Pompeo und sein mexikanischer Kollege Marcelo Ebrard wollten sich am Nachmittag (Ortszeit) in Washington treffen, um über Migration und Zölle zu beraten. US-Präsident Donald Trump hatte angekündigt, alle Importe aus Mexiko mit Strafzöllen zu belegen, sollte das Nachbarland nicht entschlossener gegen die illegale Migration vorgehen.

Hunderttausende Menschen aus Mittelamerika fliehen jedes Jahr vor Armut und Gewalt in ihren Heimatländern und machen sich über Mexiko auf den Weg Richtung USA. Im Mai waren an der Südgrenze der Vereinigten Staaten 144.000 Menschen ohne die notwendigen Einreisepapiere gestoppt worden, 32 Prozent mehr als im Vormonat.

Geht Mexiko zukünftig entschlossener gegen Migranten aus Mittelamerika vor?
Geht Mexiko zukünftig entschlossener gegen Migranten aus Mittelamerika vor?  © YouTube Screenshot MILENIO

Titelfoto: YouTube Screenshot MILENIO

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