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Blutiges Urlaubsparadies: Hier sterben täglich 96 Menschen

Mexiko gehört mit seinen vielen Sehenswürdigkeiten immer noch zu einem beliebten Urlaubsziel. Doch im ganzen Land ist es sehr gefährlich.
Tulum gehört zu den beliebtesten Reisezielen in Mexiko.
Tulum gehört zu den beliebtesten Reisezielen in Mexiko.

Mexiko-Stadt - Silvestre de la Toba Camacho hat keine Chance. Ein bewaffnetes Kommando eröffnet das Feuer auf seinen Geländewagen, als der Leiter der örtlichen Menschenrechtskommission gerade mit seiner Familie in La Paz im Bundesstaat Baja California Sur unterwegs ist.

Der Ombudsmann und sein Sohn sterben im Kugelhagel, seine Frau und seine Tochter werden verletzt ins Krankenhaus gebracht.

Camancho ist eines der jüngsten Opfer einer beispiellosen Gewaltwelle, die derzeit Mexiko überrollt. Jede Viertelstunde wird in dem lateinamerikanischen Land ein Mensch getötet. Allein im Oktober registrierte das Innenministerium 2764 Tötungsdelikte, so viel wie noch nie in einem Monat seit Beginn der systematischen Erhebung vor 20 Jahren. Zum Vergleich: In Deutschland wurden im gesamten vergangenen Jahr 876 Menschen Opfer von Mord und Totschlag.

Schon jetzt ist 2017 das blutigste Jahr in der jüngeren Geschichte - und in der Statistik fehlen noch zwei Monate. Seit Jahresbeginn wurden in Mexiko 23 968 Menschen Opfer von Mord und Totschlag. "Und das sind nur die Fälle, von denen wir wissen", sagt Francisco Rivas, Leiter der auf Sicherheitsthemen spezialisierten Organisation Observatorio Nacional Ciudadano. "Dazu kommen die vielen Menschen, die einfach verschwinden und von denen man nie mehr etwas hört." Mehr als 30.000 Menschen gelten in Mexiko als vermisst.

Täglich sterben im Urlaubsparadies rund 100 Menschen.
Täglich sterben im Urlaubsparadies rund 100 Menschen.

Die aktuellen Zahlen übersteigen sogar jene der blutigsten Periode im Drogenkrieg während der Amtszeit von Präsident Felipe Calderón (2006-2012), der Tausende Soldaten und Polizisten in den Kampf gegen die Verbrechersyndikate schickte. Das bislang gewalttätigste Jahr war 2011 mit 22 852 Tötungsdelikten. Bis 2015 gingen die Zahlen der Tötungsdelikte zunächst etwas zurück, dann stiegen sie wieder kräftig an.

Zahlreiche Festnahmen und Tötungen mächtiger Kartellbosse hatten zuletzt Machtkämpfe innerhalb der Verbrechersyndikate entfacht. Außerdem konkurrieren zunehmend auch kleinere Banden um Geschäftsanteile und Einflusszonen. Neben dem Drogenhandel sind die Kartelle auch in Schutzgelderpressung, Menschenhandel und Benzindiebstahl verwickelt.

Bislang haben die Sicherheitsbehörden keine rechte Antwort auf die Gewaltwelle gefunden. "Der Anstieg der Mordraten in Mexiko spiegelt unüberlegte Sicherheitsstrategien, die Zersplitterung der kriminellen Organisationen und die Diversifizierung der illegalen Aktivitäten", sagt Froylán Enciso vom Forschungsinstitut International Crisis Group.

Befeuert wird die Gewalt von den illegalen Milliardengewinnen des organisierten Verbrechens, der weit verbreiteten Straflosigkeit und dem Waffenschmuggel vor allem aus den USA. Einer Studie zufolge gibt es in Mexiko über 24 Millionen illegale Feuerwaffen. "In den USA sind Waffen billig und leicht zu beschaffen. In Mexiko sind sie teuer und schwierig zu bekommen. Das schafft automatisch Anreize für den Schmuggel", schreibt Sicherheitsexperte Alejandro Hope in der Zeitung "El Universal".

Für Präsident Enrique Peña Nieto hatte der Kampf gegen das organisierte Verbrechen und die Verbesserung der Sicherheitslage nie oberste Priorität. Er wollte als großer Reformator in die Geschichte eingehen, der die verkrusteten Strukturen des Landes aufbrach und die Wirtschaft ankurbelte. Jetzt hat Peña Nieto das blutigste Jahr der jüngeren Geschichte zu verantworten.

In einem halben Jahr wird in Mexiko gewählt, die ersten Präsidentschaftskandidaten bringen sich schon in Stellung. Peña Nietos Amtszeit endet definitiv im Dezember 2018. "Anscheinend haben die Behörden den Kurs verloren", sagt Sicherheitsexperte Rivas. "Es sieht fast so aus, als würden sie schon ihre Sachen zusammenpacken und gehen. Niemand übernimmt die Verantwortung."

Fotos: DPA

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