Siebenjähriges Mädchen getötet, nackte Leiche in Müllsack auf Straße gefunden

Mexiko-Stadt - Nach dem aufsehenerregenden Mord an einem Mädchen in Mexiko-Stadt haben die Angehörigen Abschied von der Siebenjährigen genommen.

Demonstranten errichten an der Stelle, an der die Leiche eines siebenjährigen Mädchens, das ermordet wurde, gefunden wurde, ein Denkmal mit Blumen, Luftballons und Kerzen.
Demonstranten errichten an der Stelle, an der die Leiche eines siebenjährigen Mädchens, das ermordet wurde, gefunden wurde, ein Denkmal mit Blumen, Luftballons und Kerzen.  © Marco Ugarte/AP/dpa

In dem Haus der Familie hängten die Verwandten am Dienstag Plakate auf mit der Aufschrift "Wir fordern Gerechtigkeit für Fátima". Der Sarg war mit weißen Blumen und Luftballons geschmückt. Die Leiche des Mädchens war am Wochenende ohne Kleidung in einem Müllsack auf der Straße gefunden worden.

Offenbar war sie von einer Frau nach Schulschluss mitgenommen worden. Die Staatsanwaltschaft suchte mit einem Steckbrief nach der Verdächtigen und setzte eine Belohnung aus.

Der Fall des Mädchens und ein weiterer Mord an einer Frau in Mexiko-Stadt hatten in dem lateinamerikanischen Land zuletzt für Empörung gesorgt. Jeden Tag werden in Mexiko im Durchschnitt zehn Frauen getötet.

Feministinnen und Menschenrechtsorganisationen werfen der Regierung des linksnationalistischen Präsidenten Andrés Manuel López Obrador vor, das Problem nicht ernst genug zu nehmen. Am Dienstag versprach der Staatschef, die Täter würden zur Rechenschaft gezogen.

Dutzende Frauen protestierten unterdessen vor dem Nationalpalast und hielten mit erhobenen Fäusten eine Schweigeminute für das getötete Mädchen ab.

Freunde und Familie nehmen an der Totenwache eines ermordeten siebenjährigen Mädchens teil.
Freunde und Familie nehmen an der Totenwache eines ermordeten siebenjährigen Mädchens teil.  © Ernesto Alvarez/NOTIMEX/dpa

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