Riesen-Tumor: Emanuel hofft auf ein Weihnachtswunder

Seit seiner Geburt leidet Emanuel Zayas (14) an diesem Tumor..
Seit seiner Geburt leidet Emanuel Zayas (14) an diesem Tumor..  © Screenshot/YouTube

Miami (USA) - Der arme Emanuel hofft auf ein Weihnachtswunder. Der 14-jähriger Junge aus Kuba glaubt, dass Ärzte in Miami sein Leben retten können.

Seit seiner Geburt leidet Emanuel Zayas. Bei ihm wurde die seltene Erkrankung namens polyostotische fibröse Dysplasie diagnostiziert.

Die fibröse Dysplasie ist eine Fehlbildung des Knochengewebes. Die Knochen folgen nicht mehr ausschließlich ihrem physiologischen Wachstumsschema, sondern bilden geschwulstartige Ausstülpungen. Die Erkrankung ist häufig mit starken Schmerzen und teilweise mit Bewegungseinschränkungen verbunden.

In Emanuels Fall begann der Krankheitsausbruch an seinem linken Arm. Später war sein Bein betroffen, als er zwei Jahre alt war.

Mit neun Jahren verschlechterte sich sein Zustand. Damals konnten seinen Zustand mit Medikamenten unter Kontrolle halten. Emanuel hielt es zunächst für einen Pickel auf seiner Nase. Aber: Ärzte diagnostizierten es als "ossifizierendes Fibrom". Da war er elf Jahre alt.

In den letzten drei Jahren wuchs der gutartige Tumor enorm an und wiegt jetzt ungefähr fünf Kilogramm und ist so groß wie ein Basketball. Der Tumor hat nunmehr Emanuels ganzen Gesicht "übernommen" und somit die Knochenstruktur von Oberkiefer und Nase stark beeinträchtigt.

Er kann nur durch den Mund atmen und ist durch diesen Tumor extrem unterernährt.

Dr. Marx erklärte die Krankheit Freitagmorgen auf einer Pressekonferenz.
Dr. Marx erklärte die Krankheit Freitagmorgen auf einer Pressekonferenz.  © Screenshot/YouTube

Vor zwei Monaten erfuhr Dr. Robert Marx, Leiter der Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie an der "UHealth-Universität" von Miami, von Emanuel und bot sofort seine Hilfe an.

Marx hat umfangreiche Erfahrungen mit der Behandlung ähnlicher Tumore im Gesicht und ist einer der wenigen Ärzte des Landes, der sich auf die Behandlung von Tumoren extremer Größe spezialisiert hat.

"Es ist lebensbedrohlich, weil der Tumor sehr schwer ist", erklärte Dr. Marx auf einer Pressekonferenz am Freitagmorgen.

"Wenn nichts getan wird, wird der Tumor einen Bruch von Emanuels Halses verursachen, oder der Tumor wird ihn ersticken."

Melvis Vizcaino, Emanuels Mutter, ist überglücklich. Sie sagt: "Es ist wirklich ein Wunder Gottes, dass Emanuels Fotos in den Händen von Dr. Marx gelangt sind! Ich bin so dankbar, dass er bereit war, Emanuels Fall zu übernehmen."

Was Emanuel betrifft, sagte er, er fühle sich gut und schaut zuversichtlich in die Zukunft, und er sei glücklich. Die erste erste Operation wird im Januar im Holtz Children's Hospital der University of Miami stattfinden.

Dr. Marx und andere Mitglieder des Teams für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie entfernen den Tumor während einer Operation, die voraussichtlich 10 bis 14 Stunden lang dauern wird. Ein paar Monate später wird sich Emanuel wahrscheinlich einer zweiten Operation unterziehen, bei der Ärzte Knochen aus seiner Hüfte verwenden, um einen Teil seines Wangenknochens, Oberkiefers und der Nase zu rekonstruieren.

Der "IKF Wonderfund" der Jackson Health Foundation sammelt Spenden für die medizinische Versorgung von Emanuel Zayas. Spenden können online unter jacksonhealthfoundation.org/emanuel gemacht werden. Viel Glück, kleiner Emanuel!


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