Er ist erst 7 Jahre alt: Polizei holt Jungen in Handschellen aus der Schule

Die Polizisten hat dem Jungen (7) die Hände auf dem Rücken gefesselt.
Die Polizisten hat dem Jungen (7) die Hände auf dem Rücken gefesselt.

Miami – Zu einer drastischen Maßnahme griff eine Polizistin in Miami, die wegen eines gewalttätigen Schülers an eine Schule gerufen wurde.

Bei dem Täter handelte es sich um einen sieben Jahre alten Jungen, der seine Lehrerin angegriffen haben soll. Er zog ihr laut eines NBC-Berichtes an den Haaren und schlug ihr in den Rücken. Sie hatte ihn zuvor lediglich aufgefordert, aufzuhören, mit seinem Essen zu spielen.

Da es bereits der zweite Vorfall dieser Art war, griff die Polizei zu einer besonderen Erziehungsmethode und legte dem Kind Handschellen an.

Dann ging es raus aus der Schule und mit dem Polizeiwagen in ein Krankenhaus, wo das Kind wegen seines auffälligen Verhaltens psychologisch begutachtet werden soll. Bereits im vergangen November war er für zehn Tage von der Schule verwiesen worden, weil er sich nicht benehmen konnte. Die ganze Aktion wurde von der Mutter des Jungen gefilmt und schließlich wutentbrannt bei Facebook hoch geladen.

Die Aktion der Polizisten sorgt für viel Kritik, zwar rechtfertige eine Polizeisprecherin das Verhalten damit, dass Polizisten im Einsatz innerhalb kurzer Zeit und oft mangelnder Informationen eine Entscheidung treffen müssten und es in diesem Fall noch geprüft wird, welche Infos die Polizisten über den Zustand des Jungen von der Lehrerin bekommen hatte, berichtet NBC. Die Polizisten hätte sicher stellen müssen, dass weder dem Jungen, noch Personen in seiner Umgebung etwas geschieht.

Dennoch sei es unverantwortlich ein Kind in Handschellen in ein Polizeiauto zu setzen. Entwicklungspsychologen gehen davon aus, dass dies negative Auswirkungen auf die ohnehin schon gestörten Verhaltensweisen des Jungen haben könnte. Es sei gerade im Angesicht solcher Fälle wichtig, dass an Schulen Personal zur Verfügung steht, das auf den Umgang mit derart verhaltensauffälligen Kindern geschult ist.

Sie sollten präventiv arbeiten, um solche Angriffe von vornherein zu vermeiden und aber auch im Fall der Fälle einschreiten können. Dies sei allemal besser, als die Polizei zu rufen, die im Umgang mit renitenten Kindern natürlich meist überfordert ist.

Der Junge konnte nach einigen Stunden Aufenthalt das Krankenhaus wieder verlassen (ohne Handschellen), seine Eltern kündigten aber an, dass die Polizeimaßnahme ein Nachspiel haben werde.


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