Nach "Leaving Neverland"-Doku: Hamburger wollen weiter Michael Jackson hören

Hamburg - Auch nach der Ausstrahlung der Dokumentation "Leaving Neverland" im deutschen Fernsehen wollen die Hamburger offenbar weiter Michael Jackson-Songs im Radio hören.

Schon zu Lebzeiten wurde Michael Jackson Kindesmissbrauch vorgeworfen, doch er wurde freigesprochen.
Schon zu Lebzeiten wurde Michael Jackson Kindesmissbrauch vorgeworfen, doch er wurde freigesprochen.  © DPA

Das hat eine Umfrage des Radiosenders "Hamburg Zwei" ergeben.

Der Sender hatte seine Hörer gefragt, ob sie weiterhin die Hits des einstigen King of Pop im Programm hören wollten.

Das Ergebnis der nicht-repräsentativen WhatsApp-Umfrage war eindeutig: 86 Prozent sprachen sich dafür aus.

Wie die Presseabteilung des Senders mitteilte, hatte die Marktforschungsplattform Appinio zusätzlich 300 Hamburger repräsentativ befragt: "Soll die Musik von Michael Jackson weiterhin im Radio gespielt werden?", lautete die Frage und auch hier gab es eine deutliche Mehrheit. 81,6 Prozent waren für den Verbleib seiner Musik im Radio.

Die Doku "Leaving Neverland", die am vergangenen Samstag auf ProSieben gezeigt wurde, hat auch in Deutschland für Diskussionen um das Vermächtnis des Musikers gesorgt (TAG24 berichtete).

Michael Jackson wurde schon zu Lebzeiten vorgeworfen, sich auf seiner Neverland-Ranch an kleinen Jungen vergangen zu haben, wurde damals aber freigesprochen.

In dem Film erheben nun ausgerechnet die Männer, die sich vor Gericht für den King of Pop verbürgten, schwere Vorwürfe gegen Michael: Er soll Wade Robson und James Safechuck damals jahrelang missbraucht und manipuliert haben.

Die Reaktion: Radiosender auf der ganzen Welt verbannten die Musik des verstorbenen Stars aus ihrem Programm. In Hamburg werden seine Songs wohl vorerst weiter im Radio laufen.

Fans protestieren mit einem Banner gegen die Ausstrahlung der umstrittenen Dokumentation "Leaving Neverland".
Fans protestieren mit einem Banner gegen die Ausstrahlung der umstrittenen Dokumentation "Leaving Neverland".  © DPA

Titelfoto: DPA

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