Trotz Missbrauchs-Vorwürfen gegen Michael Jackson! Bundeskunsthalle hält an Schau fest

Bonn - Trotz neuer Missbrauchsvorwürfe hält die Bundeskunsthalle in Bonn an ihrer geplanten Michael-Jackson-Ausstellung fest.

Sänger Michael Jackson starb 2009 und galt als "King of Pop".
Sänger Michael Jackson starb 2009 und galt als "King of Pop".  © Bernd Settnik/Zentralbild/dpa

Die Schau behandele nicht das Leben des Popstars, sondern seinen Einfluss auf die zeitgenössische bildende Kunst, teilte das Museum am Mittwoch in Bonn mit. Es sei "keine Hommage auf die Person Jackson".

Die derzeitige kontroverse Diskussion um die Filmdokumentation "Leaving Neverland" verfolge man intensiv.

"Die darin erhobenen Vorwürfe sind schockierend, das Verfahren ist jedoch nicht abgeschlossen und gestaltet sich seit dem Tod Michael Jacksons auch um einiges schwieriger", teilte die Bundeskunsthalle mit.

Eine Distanzierung zur Ausstellung sei "zum jetzigen Zeitpunkt nicht gegeben".

Die Schau zeigt unter anderem Werke von Andy Warhol, Jeff Koons und Paul McCarthy. Sie startet am 22. März und war zuvor schon in London und Paris zu sehen.

In den vergangenen Tagen hatte die Fernsehdokumentation "Leaving Neverland" Schlagzeilen gemacht. Darin erzählen die beiden Männer James Safechuck (40) und Wade Robson (36), dass der 2009 gestorbene Sänger sie als Kinder missbraucht habe.

Die Sendung rief in den USA geteilte Reaktionen hervor. Nach der Ausstrahlung des ersten Teils verteidigten einige Zuschauer Jackson, andere kündigten an, seine Musik nun nicht mehr hören zu wollen.

Die Bundeskunsthalle in Bonn plant eine Ausstellung über Michael Jackson.
Die Bundeskunsthalle in Bonn plant eine Ausstellung über Michael Jackson.  © DPA

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