Mick Schumacher: So emotional hat er noch nie über Vater Michael gesprochen

Maranello - Mit seinem Engagement bei Ferrari tritt Mick Schumacher das Erbe seines berühmten Vaters Michael Schumacher (50) an. Ist das mehr Fluch oder Segen für den 19-Jährigen?

Schumi-Sohn Mick (19) eifert seinem berühmten Vater nach.
Schumi-Sohn Mick (19) eifert seinem berühmten Vater nach.  © Thomas Frey/dpa

Diese Frage hat der Schumi-Sohn jetzt in einem aktuellen Interview mit dem Magazin des Motorsport-Weltverbandes FIA beantwortet. "In den Fußstapfen eines Giganten" heißt der Beitrag.

Und Mick ist sich der hohen Erwartungshaltung durchaus bewusst. Doch damit geht der 19-Jährige erstaunlich erwachsen und sachlich um.

"Ich bin glücklich, der Sohn des größten Formel-1-Piloten aller Zeiten zu sein. Ich bin glücklich, dass er der beste Formel-1-Pilot aller Zeiten ist und dafür bewundere ich ihn. Und selbst wenn es manchmal etwas schwierig sein kann, ist es eben wie es ist. Es hat gute und schlechte Seiten."

In der Vorsaison hat Mick Schumacher die Formel-3-Europameisterschaft gewonnen. In diesem Jahr steigt er in die nächsthöhere Formel 2 auf und fährt dort weiter für den Prema-Rennstall.

Vor Kurzem wurde der Teenager in die Nachwuchs-Akademie von Ferrari aufgenommen. Vater Michael hatte einst fünf seiner sieben Formel-1-Titel mit Ferrari gewonnen und gilt in Italien bis heute als Ikone der Scuderia.

Nicht nur bei Ferrari wird Michael Schumacher bis heute verehrt.
Nicht nur bei Ferrari wird Michael Schumacher bis heute verehrt.  © Harry Melchert/dpa

Bei Schumis letztem Weltmeistertitel im Jahr 2004 war sein Sohn Mick gerade einmal fünf Jahre alt. Das Rennfahrer-Gen hatte er da aber schon in sich. Er habe es immer geliebt, mit seinem Vater auf die Kartbahn zu gehen, erzählt Mick weiter.

"Es hat riesigen Spaß gemacht, das mit ihm zu teilen, und ich erinnere mich daran, wie er einmal fragte, ob das für mich ein Hobby wäre, oder ob ich das als Profi machen wollte", erinnert er sich.

Doch für Mick war klar: Auch er will hinters Steuer und professionell Rennen fahren - wie sein berühmter Papa. "Ich habe ihm ohne Umschweife gesagt, dass ich das beruflich machen wollte. Ich wollte nie etwas anderes machen." Der Weg in die Formel 1 scheint vorgezeichnet.

Wie viel sein Vater von den Erfolgen des Sohnes mitbekommt, bleibt indes unklar. Michael Schumacher wird seit einem schweren Ski-Unfall am 29. Dezember 2013 im französischen Méribel von der Öffentlichkeit abgeschirmt.

Der 50-Jährige hatte sich ein schweres Schädel-Hirn-Trauma zugezogen. Zum Geburtstag im Januar bedankte sich seine Familie mit einem seltenen Foto bei den Fans für die Anteilnahme.

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