Sensation! Ex-Dynamo Poté und Ex-Auer Soukou schocken Marokko und erreichen Viertelfinale!

Kairo (Ägypten) - Sensation beim Afrika-Cup! Der Benin hat nach Elfmeterschießen gegen den haushohen Favoriten Marokko mit 4:1 gewonnen!

Cebio Soukou (l.) bejubelt mit seinen Mannschaftskollegen die zwischenzeitliche 1:0-Führung des Benin.
Cebio Soukou (l.) bejubelt mit seinen Mannschaftskollegen die zwischenzeitliche 1:0-Führung des Benin.  © DPA

Damit stehen mit Mickaël Poté und Cebio Soukou zwei in Deutschland bekannte Spieler im Viertelfinale des Wettbewerbs.

Das war so überhaupt nicht zu erwarten gewesen. Denn der Benin war in seiner Gruppe "nur" Dritter geworden, hatte in allen drei Partien (gegen Ghana, Kamerun und Guinea-Bissau) lediglich ein Unentschieden geholt.

Doch als einer der vier besten Gruppendritten kam das Land vom Ex-Dynamo-Dresden-Kicker Poté und dem früheren Spieler des FC Erzgebirge Aue, Cebio Soukou, ins Achtelfinale.

Dort wartete mit Marokko eine Mannschaft, die alle drei bisherigen Turnierspiele mit 1:0 gewonnen hatte und als einer der großen Anwärter auf die Trophäe galt.

Mit Starspielern wie Hakim Ziyech (Ajax Amsterdam), Achraf Hakimi (Borussia Dortmund) und Younes Belhanda (ehemals FC Schalke 04; aktuell Galatasaray Istanbul) gespickt, war vorher nur über die Höhe des Sieges der Truppe von Herve Renard gesprochen worden.

Doch der Benin agierte taktisch klug, überließ dem Gegner den Ball und rührte defensiv Beton an. Marokko blieb bis auf wenige Szenen ideenlos und bekam nur selten Tempo in die Aktionen.

Packende Partie mit glücklichem Finale für den Benin, Mickaël Poté und Cebio Soukou

Ajax-Star Hakim Ziyech (l.) verschoss in der Nachspielzeit einen Elfmeter.
Ajax-Star Hakim Ziyech (l.) verschoss in der Nachspielzeit einen Elfmeter.  © DPA

So hatte Marokko zwar einige Chancen, ein Tor sprang jedoch nicht heraus. Zwar traf Hakimi in der 38. Minute, doch Schiedsrichter Helder Martins de Carvalho hatte Stürmer Youssef En-Nesyri im Abseits stehen sehen - eine hauchdünne Entscheidung.

Im zweiten Abschnitt ging der Benin aus dem Nichts in Führung. Eine Ecke von Soukou schoss Moise Adilehou wuchtig und volley ins Netz - die Eichhörnchen führten mit 1:0 (53.)!

Marokko war zwar kurzzeitig geschockt, machte dann aber Druck und hatte mehrere Chancen, bis der Ausgleich fiel: Mbark Boussoufa eroberte das Leder, passte in den Lauf von En-Nesyri und der Stürmer aus der spanischen LaLiga hatte keine Probleme, den 1:1-Ausgleich zu markieren (75.).

Dann schien doch noch alles zu Gunsten Marokkos zu laufen. Hakimi holte spät in der Nachspielzeit einen Foulelfmeter heraus. Ajax-Star Ziyech trat an - und traf nur den Pfosten (90+6.)!

Als Benins Innenverteidiger Khaled Adenon dann auch noch die Gelb-Rote Karte in der Verlängerung kassierte (97.), deutete alles auf einen Favoritensieg hin.

Aber der Benin rettete sich ins Elfmeterschießen, wo Marokkos Sofiane Boufal (drüber) und El-Nesyri (gehalten) die Nerven versagten. Als Mama Seibou den entscheidenden Elfmeter verwandelte, kannte der Jubel beim Benin um Poté und Soukou keine Grenzen mehr. Denn für die Eichhörnchen war es der geschichtsträchtige erste Sieg überhaupt beim Afrika-Cup!

Ex-Dynamo-Stürmer Mickaël Poté (l.) hat gegen Marokkos Romain Saiss das Nachsehen.
Ex-Dynamo-Stürmer Mickaël Poté (l.) hat gegen Marokkos Romain Saiss das Nachsehen.  © DPA

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